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Die Gemeinschaft · 1928-05-20 · 12 (20.5.1928) · p. Seite 8

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1928
Issue
12 (20.5.1928)
Date
1928-05-20
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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schon vorgeschrieben, aber sie gilt nicht als der Grund des Gesetzes, der vielmehr, wie im Schöpfungsberichte der Genesis, (1 M. 2, 3) in der Ruhe Gottes von der Schöpfung besteht. Auch hiernach schon ist übrigens der Sabbat als die Vollendung der Schöpfung gedacht. Die Ruhe Gottes bedeutet unzweifelhaft nichts anderes als die Vollendung seines Werkes. Das Deutcronomium erweist sich nun gerade an diesem Gesetze in seinem ganzen sozial-etischen Reformcharakter. Außer dem Verbot des Gelüstes wird nichts am Dekalog geändert als das Sabbatgesetz. Denn nach der Aufzählung der einzelnen Personen, wie der Tiere, auf die es sich bezieht, heißt es: „damit ruhe dein Knecht und deine Magd, wie du selbst. Und du sollst gedenken, daß ein Sklave du gewesen bist im Lande Aegypten und daß herausgeführt dich hat der Ewige dein Gott von dort mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm. Darum hat. befohlen der Ewige dein Gott dir den Sabbattag zu halten." (5 M. 5,14). Schon das einleitende Wort wird verändert. Während es dort heißt: gedenke; heißt es hier: hüte! (schomaur). Und während es dort beißt: darum hat der Ewige den Sabbattag gesegnet, wird das darum (al ken) hier dahin verändert, daß es zurückbezogen wird auf den Befehl Gottes, dem sein Grund schon vorangestellt war: „auf daß ruhe dein Knecht und deine Magd gleich wie du". Dieses „gleich wie du" (komaucho) ist dasselbe Wort, welches auch bei dem Gebot der Nächstenliebe steht. So ist es denn also schon aus diesem literarischen Tatbestände, aus dieser Veränderung des'-Dckalogs bei diesem Gesetz und seiner Motivierung außer allem Zweifel gestellt, daß der Sabbat die Gleichstellung der Menschen trotz der Verschiedenheit der sozialen Lage sicherstellen Soll. Und diese so zu unbezweifelbarer Klarheit gestellte Bedeutung des Sabbat ist wiederum ein unübertreffliches Dokument für die fundamentale Sittlichkeit des Monotheismus und für seine sittliche Originalität. Das Zehnwort aus .Die Schrift* von Buber und P '.: (au?, „Reden" Kap. V> (mit gütiger Erlaubnis des Herrn Dr. Fl . R Knzvtig). ICH bin dein Gott, der ich dich führte aus dem Land Aegypten, aus dem Dienstfrönerhaus. Nicht sei dir andere Gottheit neben \ngesichi Nicht mache dir Schnitzwerk, irgen des, was im Himmel ringsoben, v ' den lingsunten. was im Wasser ringsunter der I I

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