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Die Gemeinschaft · 1927-06-01 · 8 (1.6.1927) · p. Seite 2

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1927
Issue
8 (1.6.1927)
Date
1927-06-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Nützlichen und Wichtigen in reicher fülle. Die Gcsamteinrich- ■ ung.der Bäder und ihres ^Zubehörs ist vorbildlich zu nennen, und Freude und Lust, diese bedingenden Faktoren blühender (ii ^nndhi it. werden sich liier kraftvoll regen. Aul der breiten Haupttreppe, die in ihren «rußen Ausmessungen dem «amen Hause sein Gepräge gibt und an ihrem Eingang in schönen Lettern den Namen der Stiftung ..Sophie Golds< hinidt - Mädchenhcith" trägt, gelangen wir in das erste Stockwerk, in die Gemeinschaftsräume der Mädchen. Nichts Strenges, Starres. Kaltes, <■< ki^ Störendes mehr] liier weilt und entfaltet sich das harmonische Leben einer Familie Iiier ist der Speisesaal mit seinen kleinen Tischen, an denen die Mäch Ii n auf einzelnen Stuhlen sitzen; w ie jeder Kaum im Hause in bevor /uvter weislii h überlegter und künstlerisch hergestellter Aus stafTüng! Der unbequemen Bank, auf der sich die Kinder drängen und um die Plätze streiten, ist hier das Urteil gesprochen. Ein jeder Mens« h muß vieles für sich allein haben, dann erstwird er lernen, auch für die anderen manches ührij; zu haben und herzugeben. Es ist kein unwesentlh lies Prinzip, das hier aus scheinbaren l nwichtigkeiten gewonnen wird. Ja, es bedeutet etwas, wenn ein Kind Min seinem Sit/ sagen kann: Das ist mein Platz, l'nd darum soll man von solc-hen Dingen und dem. der sie überlegt und ausgeführt hat, hoch denken. Ein wichtiger Nachbar des Speiseraumes ist der Arbeitssaal. Nur wenn leibliches Gedeihen vorausgeht, werden Wille und Festigkeit in jungen Menschen wesen angehahnt, geschaffen werden und erhalten bleiben, liier sehen wir die Kinder an ihren Tischen, hei denen auch das Kleinste nach den besten Erfahrungen unserer Gegenwart ausgeführt ist. ..Hier arbeiten wir gern, hier haben wir Lust!", so plaudern die Kleinen. ,,Hier kommen wir auf gute Gedanken!'*, so urleilen die großen Mädchen, die den Geist der Umsicht und der Herzlichkeit, welche gleich stark und eng verhündet dieses Haus regieren, in ihrer ganzen Art, in erfrischender Natürlichkeit und vor allem durch guten.Willen wiederspiegeln. W ir können den Arbeitssaal nicht verlassen, ohne der Ausstattung der Bücherschränke und der gesamten Beleuchtungsanlage einen Blick gegönnt zu hahen, aher es soll hierbei nichts nüchtern registriert und gewiß erst recht nicht mit Worten gewollten Löhes hervorgehoben sein! Die ganze Einrichtung zeugt bis ins kaum Merkliche von hohem Kunstsinn und viel V erständnis, und wir wissen es ja heut gebührend einzuschätzen. daß die glückliche Formgebung sehr mitbestimmend für das Wohlbehagen, nicht nur für das Auge ist Keine .ermüdende Aufzählung der ein/einen Säle' Wieschön ist der Wohnraum, der dem Aufenthalt der größeren Mädchen dient, wie künstlerisch der Handarbeitssaal mit seiner Fülle einfallenden Lichtes, und wie ist vor allem das Spielzimmer der Kleinen her/crfreueivl gestalte! und durch die Kunst des Meisters

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