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Die Gemeinschaft · 1926-11-28 · 6 (28.11.1926) · p. Seite 9

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1926
Issue
6 (28.11.1926)
Date
1926-11-28
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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gewidmet, die auch ausschließlich zur Tora aufgerufen wurde. Wenn Simchas tauro wirklich einen Sinn gewinnen soll, so inub an ihm der wesentliche Ideengehalt der gesamten Tora vorgeführt werden, ohne dali durch große Lange die Wirkung beeinträchtigt wird. So waren neun kurze, charakteristische Abschnitte aus allen Büchern ausgewählt, von Jacobs Gclühde bis zum Segen Moses, und* an sie schlösset) sich altem Brauch entsprechend — der Abschnitt von Moses Tod und Anfang und Schiuli der Schöpfung. Damit Inhalt und Gedanke sogleich verstanden werden und jedermann zum Bewußtsein kommt, gab Prof. Fried - länder. der das Amt des Baal kore Übernommen hatte, jedes mal vor der B'röche einen kurzen Hinweis auf den Inhalt und die l'ebersetzung des betreffenden Abschnittes, nachdem er die gesamte Vorlesung mit einer kurzen Einführung begonnen hatte. Ks war ersichtlich, von solcher Vorlesung ging eine starke Wirkung aus. und diese wurde zur Höhe geführt durch die darauf folgende knappe, .aber kraftvolle Ansprache des Predigers l)r. Salomonskl, aus der folgendes angeführt sei: Wir haben soeben die ToraA orlesiing in einer neuen Art ge hört, verbunden mit der l ebersetzung in die Muttersprache. Das ist im Gründe die Wiedererweckung eines ganz alten, jüdischen Brauches, und wie so oft. so leitet auch hierbei die Kührer unserer Bewegung das heilige Streben, die Andacht und besonders das Wort Gottes der Gemeinde verständlich zu machen.... Darum der Versuch unserer Auswahl:..... Wir hörten von der Schöpfung der Welt, von Jacobs Gelübde in Betel, wie er als (ireis seine Knkel segnet, daß Jsrael zum Priestervolk berufen ist. dali der Heide Bileam Jsr.nl preist; wir vernahmen <las Schma, unser heiliges Glaubensbekenntnis, den Segen des sterbenden Mose für Jsrael und Moses Tod. Ich selie im ganzen einen einheitlichen (bedanken, unsere Aufgabe. daß das Krdenkind nach wahrer Menschwerdung streben soll, damit in ihm wie in Jacob der Beruf des Israeliten erwacht. Nur dann wird er die Verpflichtung fühlen, sich einzureihen dem Priestervolk, wird er heimisch werden in Israels Wohnungen, in unserem Heim und dreifac h gesegnet sein, wie Ephraim und Manasse sc hon als Kind, auf der Höfy des Lebens behütet, erleuchtet und befriedet, und noch am Rande des Grabes innig verbunden mit unserer Gemeinschaft. Es wird ihm aber auc h Moses Geschick zuteil werden, dessen Grab man nicht kennt. Dazu fragen unsere Weise: Warum ist es im bekannt? l ud sie antworten: Weil Mose nicht gestorben ist. weil er fortlebt. So wird auch der wahre Israelit nie ht sterben, so werden wir alle, in den Bahnen der Tora wandelnd fortleben und mit dem Judentum verbunden sein... Leo Roscnhlatf, 9

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