Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1926
- Issue
- 3 (25.3.1926)
- Date
- 1926-03-25
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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oder geformt werden, damit sie mit der regelmäßigen Freitagabend-Vorlesung und -Predigt zu einer einheitlichen religiösen Idee verschmolzen werden. . . . Als s. Z. die Gemeindebehörden beschlossen, den Religionsvereinen die Ausgaben für die Funktionäre zu ersetzen, war doch wohl der Grundgedanke maßgebend, djß man ihnen die Möglichkeit eines gedeihlichen Wirkens im Nahmen ihrer besonderen Aufgabe geben wollte. Der Vorstand des Liberalen Synagogenvereins Norden hat das feste Bewußtsein, daß wir hier im Norden Berlins eine w cht ige Teilarbeit zum Wohle der jüdischen Gemeinde leisten. Wir können diese unsere religiös-erziehliche Aufgabe nur erfüllen, wenn uns der Raum gewährt wird, den ein solcher Gottesdienst braucht. Es würde der wahren Gleichberechtigung aller religiösen Richtungen widersprechen, wenn wir in Bestimmungen eingeschnürt werden sollen, die wohl für konservative und orthodoxe, nicht ab r für liberale Gottesdienste passen. Wenn wir durch die Verweigerung einer auseichenden Subvention zur Abschaffung von Chor und Orgel gezwungen würden, so wäre ein Lebensnerv des Gottesdienstes durchschnitten, und der liberale Synagogenverein Norden würde keine Möglichkeit sehen, den Gottesdienst weiter fortzuführen. Wir bitten deshalb, In Zukunft die Grundsätze für die Subventionierung so zu gestalten, daß nicht nur den konservativen, sondern auch den liberalen Reli^ionsvereinen ein gedeihliches Wirken zur Weckung des religiösen Lebens in ihrem Kreise ermöglicht wird. . . . Der Verein gibt sich der Hoffnung hin. daß die Gemeindebehörden sich unseren Gründen nicht verschließen und durch die dauernde Gewährung der erbetenen S ibvenlion die wirtschaftliche Existenz der Liberalen Synagoge Norden sichern wird. Ii. I >llLrn|.cl ,| Dit: Fortsetzung des Auf\dtze\ „Am der FrühxeÜ de\ Bdrucii Auerbdchtehcii WViienhdmei" folgt in Nr. 4. 13