Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1925
- Issue
- 2 (11.12.1925)
- Date
- 1925-12-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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(Air. S<btMl) Du Allerbarmer. laQ um den Sabbattag genießen, der lauter Weihe und Ruhe ist ni ewigem Leben .An Feittag««) Du Allerbartner, Ia8 uns dieses Feit genieOen *r alt Zeit feiiger Freude! Du Allei-barmer. mach unt wert der Tage des Metriasreichei und des Lebern der künftigen WeM Der Du Frieden schaffst in Deinen Höhen, laQ Frieden kommen über unt, über Israel and da« All! Amen Aus der Frühzeit des Baruch Auerbachschen Waisenhauses. Fortsetzung. Von Direktor Jonas Plaut Mit vier Zöglingen, Louis Hellmann, Isidor Pasjarge, Louis Ehrenbaum und Isidor Wohl, wurde die Anstalt eröffnet. (Von diesen starb der Letztere als Geheimer Sanitatsrat erst im Jahre 1902). Die Bedenken, die gegen Auerbachs Gründung von nicht wohlgesinnter Seite geltend gemacht wurden, waren allerdings der Art, daß sie, wenigstens teilweise, auch von Freunden seiner Bestrebungen geteilt werden mußten. Ohne Mittel, ohne eigene Behausung, ohne eigentliche Erfahrung auf diesem Spezialgebiete der Erziehung, ohne die Gunst der Gemeindegewaltigen, §anz auf sich selbst gestellt, angewiesen auf eine nervenzerrQttende pendenwirtschaft: alles in allem .eine Situation, in der auch Mutige mutlos werden kennten. Es spricht für Auerbachs ungewöhnliche Willensstärke und leidenschaftliche Hingabe an sein Werk, daß er, das Heer der Schwierigkeiten nicht achtend, keinen Augenblick von Zweifeln sich lähmen ließ. Der erste Jahresbericht — er erschien am 30. 4. 1834 — war für Freund und Gegner eine einzige Ueberraschung. Die Zahl der Waisen war auf sieben gestiegen. Die Einnahmen betrugen rund 3000 Reichstaler, die Ausgaben 548 Taler, sodaß ein Bestand von 2482 Reichstalern in Staatsschuldscheinen und in bar verblieb, in Anbetracht aller Umstände ein staunenswerter finanzieller Erfolg. Die angesehensten Familien hatten sich zu bestimmten regelmäßigea Beiträgen verpflichtet, darunter Hennriette Arnoldt mit 300 Talen jährlich. Im ersten Jahresbericht sind zahlreiche Mitglieder verzeichnet, deren Nachkommen noch heute unseren Anstalten in vorbildlicher Treue verbunden sind. (Benda, Veit, Fränkel, Borchardt, Meyer, Hagen, Helft u.a.). In sehr geschickter Weise verstand Auerbach Beziehungen persönlicher Art zwischen dem Waisenhaus und den Wohltätern herzustellen. Jahrzeit- und Familienstiftungen wirkten in derselben Richtung. Dem Andenken des jung verstorbenen Michael Beer war die erste Stiftung im Waisenhaus geweiht. Durch dieses mannigfache Interessiertsein ge'ang es Auerbach, seine Freunde häufig in die Anstalt und damit den Kindern nahe zu bringen, und hier konnten sie dann in echter Geber i