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Die Gemeinschaft · 1925-09-19 · 1 (19.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1925
Issue
1 (19.9.1925)
Date
1925-09-19
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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wenn wir Liberalen, für die im ganzen Bezirk keine einzige gottesdienstliche Einrichtung besteht, endlich auch kür unsere religiösen Bedürfnisse, auch für Orgel und Chor, Mittel der Gemeinde verlangen? Sind doch Ansichten geäußert worden, daß man glauben müßte, gottesdienstliche Einrichtungen seien Geschäftsunternehmen, bei denen .Filialen* geschlossen werden, wenn sic nicht genug .gehen“ Wie schwer ist es klar zu machen, daß solche Einrichtungen und die hierfür augewendeten Mittel Werbemittel sind für religiöse Erziehung der zukünftigen Geheration, ganz gleich, ob der Erfolg sofort sichtbar ist oder nicht. Das ist niederdruckend und macht > oft mutlos. Was den gesunkenen Mut wieder hebt, ist der Gedanke an ' das Ziel: Der Aufbau einer Gemeinde von im Leben stehendfen modernen Menschen, die sich nicht mehr in alte und vielfach überlebte Formen einkapseln können und wollen, die aber doch nicht bloß äußerlich,' sondern auch innerlich für das lebendige Judentum geweckt werden müssen, wenn— der Zufluß der Geschlechter nicht aufhören soll — An dieser Aufgabe in einem, wenn auch engen Kreise mitzuwirken, ist Endziel unseres Gottesdienstes. Dafür .gleichgestimmte Mitarbeiter und Freunde zu gewinnen, unser Streben! Freude im Leide. Wenn unser Leben nur im Gleichtakt schlägt, Und jeder Lag sich nach der Dorm bewegt, Wenn ungerührt von wildem Weh ringsum — Der harte ©lieb bleibt, und der Wund gepreht und stumm, Dann ist das Leid Dir weltenfern und auch die Freude. Doch so Dein bebend Herz den Gram ersaht, Die Gräne flieht, ob fremder Sorgenlast, Wenn Dein Gemüt in Gualen Hilfe schreit, Dann bist in tiefster Dot Du schon erhört und angstbefreit. Gs schwingt und jubelt Freude noch im Leide. G glaub » fortan und füg Dich stets darein, Sonne und Schatten müsien Gefährten fein. Lah Dich vom Glück bescheinen,' Schied Dich in Dundel und Weinen. Grad in der tiefsten Dacht, Funbelt der Sterne Pracht —, Gott bleibt stets bei den Seinen! m s».

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