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Das Füllhorn · 1836-12-16 · 51 (16.12.1836) · p. Spalte 401-402

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
51 (16.12.1836)
Date
1836-12-16
Page
Spalte 401-402 (sequence 1)
Language
German
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's D k s F Ü I! 4b ' > Gin Lettblatt» zunächst für und über Israeliten. Nro. 31. Bamberg, Freitag 16. Decembrr 1836. Liebe bedeckt alle Vergehungen. Salomo». Iosep h's Verzeihung. «Ich bin Joseph!« spricht mit heißen Thränen Der, den Jakob« Aug> al« todt beweint. Zu den »rudern, die verdammt sich wähnen, Welchen er as« Rachegeist erscheint. Ihre Hergen faßt ein bange« Zagen, Ihr Gewissen spricht mit Dvlmerwort. " .' Dürfen sie denn noch zu hoffen wagen» Wo sie Haß'Mt'durch Slücketmord? Sündbefleckte^ach, in euren Seelen Slr>Smet nscht ttt Stauben« ächter Born, " ' Seine Wellen würden euch erzählen r *Li»be«macht> besteget Groü,uod Zorn!« Joseph aber naht mit Freunde«mild« Den Verzagten, welche Reue beugt, Also sich im Parabie«grfitd« - Einst die Gnad« allen Süodern neigt. »Laßt Such da» Gescheh'ne nicht verdrießen,« Spricht er, »lobet ftoh die reiche Hand, Die au« Uebelthateu Heil täßt sprießen, > Sott — nicht Ihr — hat mich hieher -esanht.» Sine« nur lehrt 'liebend un« verlohnen. Lost in Harmonie de» Lebe«» Streit, Glaub«, Goltrshauch, du Quell de« Schoteen, Der di« B»ust »M Tempel Sottet »echt. Henriette vtt«»hei«rr. Die Konfirmation. Man stritt in ncusrer Zeit viel über die Einführung der Konfirmation bei de« Israeliten. Wohl ist sie verwerflich, wenn sie blos aus Nachahmungsfucht fremder Institutionen entstehet, und ihre Formen annimmt. DaS religiöse und kirchliche keben must sn'ne eigene Prinjipieu zur Grundlage haben, und darf seinen eigenthümlichen Charakter.durchaus nicht aufgeben-, wenn es nicht in ein schales, nichtiges Modespkel ausarten soll, daS der positiven Religion nur Schaden, nicht Nutzen bringen kann. — Ist die Konfirmation aber iu uusem eigenen Religionsbegriffen begründet , bewegen sich die dabei statthabenden Förmlichkeiten innerhalb des Kreises dieser Begriffe, dann dürste ihre Einführung nicht nur als erlaubt, sondern als heilige Pflicht erscheinen. — Daß daS Mädchen nach zurückgelegtem I2tezr und der Knabe nach zurückgelegtem ILten Lebensjahre religiöSmündig, also zurechnnngssähig wird, und förmlich in die Verpflichtungen deS göttlich« mosaischen Gesetzesein tritt, gehet ans vielen Stellen der Mischnah und Gemara hervor; beruhet t als» auf Tradition. — Daß der Eintritt in diese Periode für Jünglinge und Mädchen von großer Wichtigkeit ist, ist sehr Einleuchtend, und unsere Schuldigkeit ist es, ihnen die Wichtigkeit dieses Eintrittes durch alle uuS zu Geiste stehende Mittel merken zu lassen und durch dauerhafte Eindrücke in ihrem Her, zeu zu befestigen. Wir müssen es ans eine, Geist und Gemüth ansprechende Weise ihnen kund thu», daß sie den Eintritt in diese Periode als an Glück, ja al« das höchste Glück, als «ine ganz vorzügliche Wahl-

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