Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 50 (9.12.1836)
- Date
- 1836-12-09
- Page
- Spalte 393-394 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929922--516-4889539- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Gin Lettbls^t^ zunächst für und über Israeliten. Nro. sv. Bamberg, Freitag S. December 1826. Er kam au« dem Sesänguise -»rau-, um — ,u regieren. Koh «l«th. Josephs Erhöhung. Z» Banden liegt und im Sefängnisdunkrs Dt- Malers Liebling, der verkaufte Bruder, Doch hofft er noch, Gott hält dag Schicksal-rüder» Durch Kerkrr-nacht bricht Glauben-«Strrnenfunkel. Und seht, man holt ihn ab in prächt'ge Raum», Eü, sinst'Ner König sitzt ans -old'nem Thron«, »Wenn du'< vermag-,« svricht der zu Jakob- Sohn», «S» nenne mir di« Deutung meiner Träume.« Doch vemuth«oL spricht d'rauf der fromme Knabe: »Nichtist mein schwache-, menschliche- Verstehen,! Loch Gott wird gebe«, das zum Wohlergehen Pharao'- ich die rechte Antwort habe.« Dann höret er de- König- Traumgesicht« Mit aufmerksamen, kindlich reinen Sinnen, Di« gut« Deutung betend zu gewinnen, Erhebet er da- Aug' zum klarsten Lichte. Da tagt'- in ihm; von seinem reinen Munde Ertönen mild und fromm der Wahrheit Worte, ' ' Ihm »inge-eben von dem höchsten Horte, Der mit der Unschuld steht im festen Bund«. Mit Wahrhrit-kraft ergreift er da- Temüth« Le- Pharao; der bietet ibm t»m Lohn« Sei« halbe- Hrrrscherrrcht, den Abglanz seiner Krone, Und will, das er mit ihm i« Land gebiete. »Wir König-wille soll fortan von Allen V«- Tottgrlirbtrn Wort verehret «erden, E« lebt ihm gleich kein Weiser «ehr auf Erden, Und auf dt» Knie« sosi «au vor ihm fall»».« Und Iubelruf begleitet den Erhöhten, Efallen die Argypter vor ihm nieder, Laut tönen Harfensaiten, froh« Lieder Dem »eisen Mann, dem göttlichen Propheten. Doch «ährend Tausend« sich vor ihm beugen.. Schwingt sich de« Jünglingreiner Seift nach Oben, Um vor de« Herrn, den Seraph-chör« loben, v Ja demuth-voller Andacht sich zu neigen. Di« Recht«, die ihn di« Aegypter leihen» Gelobet er — gleich einem Heiligt-ume — Zum Menschenwohl und seine- Gotte- Ruhm«, De« Guten uud dem Wahren nur za weihen. Und fromm und «arm hat Joseph Dort gehalten; Wer «ei- «< nicht, wie er zu« Heil -«lebet. Wie treu er -et« nach Himmlische« gestrebet. Wie Großeer vollbracht im Men Walten. Gott stählt« ihn mit Seine- Geiste- Kraft, Venn stark in Seinen Schwachen ist der König; Der Knecht wird Herr, uud Diel vermag mit Wenig, Der, »aer thut, mit Seine« Beistand schafft. — Heuriette Otteuheimer. Schicksale der heiligen Gefäße deS jerufalemischen Tempels. (>ude» Hebräisch«« de« Herrn I. S. Reggio.) Die herrliche« Gefäße des heiligen Tempels staue de« einst im hohe« Werthe theilS wegen der Menge ihres Golde-, theilS wegen der Vortrefflichkrit ihrer