Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 48 (25.11.18236)
- Date
- 1836-11-25
- Page
- Spalte 377-378 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Gin Leitblatt. zunächst für und über Israeliten.?lro. 48. ' Bamberg, Freitag 25. November 1826. ' s ' . Nicht ,um Müßiggänge, nur zur Thätigkeit gesellt sich der Segen Gottei. Thalmud. Lied vor einer Schulprüfung. I (Mel- "Ich dank' dir schon ic.«) Sie nah'» mit feierlichem Schritt» Der Prüfung heil'ge Stunden; Sie nah'n, und bringen Freude« mit. Doch schlagen sie auch Wunden. Denn heut« wird hier Rechenschaft , . Verlangt, ob wir dir Gabe» D«< Himmel« auch gewissenhaft Und treu verwendet haben. Yb wir die Kraft und den Verstand Auch nützlich an-ewendet. Ob wir da« Wort de« Herrn erkannt. Und nicht dir Zeit verschwendet. Die edle» Richter stehen hier Um un«, um i» erfahren. Ob fleißig und gehorsam wir Und aufmerksam stet« waren. Man kann et deutlich heut' und wahr Zn den Gesichtern lesen, Wer aufmerksam und fleißig war. Wer träge stet« gewesen. Den« Freude fühlt und hohe Lust In diesen Prüfung«stunden, Der stett^n sriner^lielste^Brust Den Drang nach Fleiß empfanden. Sr spricht mit festem, sichern! Ton, Braucht ängstlich nicht ,u behen, Und ist gewiß, daß man den Lohn De« Beifallihm «ird -eben. Doch wer die Zeit.de« Unterricht«, Verbracht mit leerem Tande, Der bebt am Tage de« Gericht«, Dean ihn erwartet Schande. Er muß, wenn sich der Thät'ge freut. Für seine Trägheit büßen Denn «»er di« Saat nicht «u-g«str»ut. Dem wird dir Frucht nicht sprießen. Süß ist der Loh» der Thätigkeit, Ihr will ich stet« mich weihen. S» kann ich mich »u jeder Zeit Mit reine« Herr«« freuen. _ S. Steinhard. Der Bart. Der Bart wurde bei Leu Morgenländer» für heilig gehalten, (Pf. 1Z3,2. Jes. 18, 2.) und ist eS brr ihnen noch fetzt. (RiebuhrS Beschreibung von Arab. S. 30. FaberS Beobachtungen über den Orient Th. 2, S. 62.) Die Kabbalisten gehen hierin a« Weitest««. Auf ihre Seite tritt der ältere S ca l ige r, penn «r sagt: »der Bart ist der schönste und göttlichste Theil deS Menschen.» Da- Bartabschneiden war bei de» alten Morgenländern ein Zeichen der tiefsten Trauer oder der Verachtung. (Jes. 7,^0^1S, 2. SO, 6. Irr. 41, 5. 48,37. Esra S, 3.) Den Gesandten Davchs wurde »on Chanun, dem Könige Amonö, der halbe Bart abg«scheren, und schwere Rache folgte dieser Beleidigung. (2. Sa«: 10.) Die Ecken de- Barte-, dürfe» »ach de« Gesetze Mostnicht abgesehen» werden. (3. Mos. 1V, 27.) Rach talmudischer Lehre beziehet sich virseS