Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 47 (18.11.1836)
- Date
- 1836-11-18
- Page
- Spalte 375-376 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wo sind denn die durch mich beglückten Familien? Wo denn 'die Augen, deren Thrinen ich trocknete? Dv die frommen Anstalten, die ich unterstützte? '« Allwissender Gott, ich verhülle mein Antlitz vor Dir! Ich bi« nicht Deiner Treue «ütdig und Deiner Gnade! — - Aber diese Stunde der Andachtttekbe mir gesegnet und chraer. Ihr Andenken soll einst «einer Lode-stunde begegnen! Ich will die Welt nicht verlassen , ohne eine wohlchütige Saat für die Ewigkeit au-gesäet zu haben. Stetwill ich Gutethun nach meinen Kräften; und einst mein letzter Athemzug, Liter mein letzter Äille wirke noch ftgrNvvll über «ein Grab, auf dü nach mir Lebende« fottl Amen. ' .. , - Zur LageSgeschicht«. (Mainz, S. Rov.) Die iftaelitische Gemeinde unserer Stadt ist so eben im Begriff, eine Religion-, schule für die Jugend diese- Glauben-bekenntniffezu gründen, und die religiöse Erziehung der Kinder eine« jungen, jüdischen Theologen zu übertragender kürzlich von den Universität», in seine^räterstadt, mit Kenntnissen wohl au-gerüstet, zmtckgekchtt ist. a t » r. vr. A. Maetlnet «ad vr. «. Riegl,r: der hebrässchen «hrochfthul» II. «hthchsteug, eusthükt, , oder - > cko r ' diblisekea uaä Leunre» I^itorutur, ' V 0 » Vr. ^ck»mL^»re^net,' Lpdor u. krok. cker kkilo-opkio »m lu I-^eos» u. Vedrvr cker bodr. Spraelw »n» tu i» v«nd»rA. (gr 8.-2- 1j4 Loge», kr. 2 L. Samdarg, in> Verlebe cker kuck. Loelimüllorl^«» LneU,«wcklu»st.1 Dies» Chrestomathie kann alle» Anstalten, in welchen die hebr. Sprach« -»lehrt »ird, so wir allen FrmitMm »m HD, Literatur besten« empfodlen werden. Wenn andere hebr. Chrestomathien sich blo« mit Autrügen auder heil. POM WMa». so untetnahmR-.dor Verfesser der gegenwärtigen Chrestomathie sein vorzügliche« Augenmerk ans di« neuere hebr. LarkhkNrvM selbst vielenchMDsiehrt«« unbekannt, oder weaigften« nicht genug bekannt sevn dürfte, zu richten, und h»d davon tn NHhW» ordnet-r Coyoat Beste Und Schönst« hrrau« zur nützlichen und angenehmen Belehrung sür Studirend« «nd Freunde «er hehr. Lettar«. Höre» wir, wo« der Herr Verfasser selbst in seinem Vorwort» hierüber spricht! T» sackt: . l „Kchuchtera lass» ich dies« hebräisch» Chrestomathie erscheinen, indem von den christlichen Gelehrten bijetzt stch noch Keiner-an die neuer» hebräisch« Literatur gewagt, dieselbe durchdrungen und so eine vollständige und wissenschaftliche Keantnist von derselben genommen hat. Ich wagte bi« Arbeit, durchwanderte dir ganz» neuere Literatur der Juden, so »eit st« nur de» kannt geworden, fragte, forschte nach Kräften — und liefere nun da« Resultat meiner Wanderungen. — nämlich di« swMea und besten morgenläadischen Blumen auf abendländischem Boden grostgezogeti, prächtig blühend und köstliche« Duft nutMmeNd. Obwohl dies« Blumen bi« jetzt gang unbekannt de« christlichen Gelehrten geblieben ,u sein scheine», getraut« iw doch. MWh« zum duftenden Strange zusammen zu binden, dem gelehrten Leser anzubieten und ihn rinzulahen, IN jenen Säfte« sich noch schönere zum strahlenden Kranz« zu sammeln. Ein dreifacher Beweagrnnd trieb mich zu diesem bi« j«dt imgewohnten Wastnist» an: ein Mal »ollte ich, voll Achtung für jede« geistig« Produkt, di» Hohe, Liefe und Breit« do« Geiste» der Jpdaa auüree» Zeit ist de« Schätze« ihrer eigenen Literatur kennen lernen. Ich ward reichlich belohnt und sage e« unumwunden, dass-, »«na auch di» stanz« «euer« hebräisch« Literatur «in Burchstück ist, selten «in so ehrwürdige«, tiefergrmfende« und in je»,, Utzlchüü, -rvstafti-e« gefunden »erde, welche« auf dem Fundamente der heiligen Schriften de« alten Lunde« gegründet, ähnlich dm« st«, autgebaut«« vom« emporstrebt, stch sehnend, dast «in so groster Meister, wie N. H Lesselh. all« Smach.Kenner «ch Fv». scher seiner Zeit verein», um da« Meisterstück von dem Anfänge endlich.zur Vollendung zu bringen. In dieser BerieMmst,1Mb di« Chrestomathie ein« Ehrenrettung der neuern hebräischen Literatur fllttVN) «erden; auch kan» da« Vereinten» und zerstreut« derfelb«, auf kein« ander, Art wohl zweckgemäter und erfolgreicher zum Sesammtgenusse dargebotw, weruen.' al« m durch eine solche Antwahk aut dem vorhandene» Werk« geschirmt, — t«j welcher izberdiest all«« dem christlichen Unwichtig« oder Fr«««« soviel al» möglich ««Mlassen wurde.» rc.« Di« äuser« «ntstattung de« Werke« ist eben so vortrefflich, al« der inner« Wert» desselben, Da«-«» st» mich« Ameke« nun- »«dient, al« dieda« erst« hebr. Werk ist. da« au« einer Vamberger Offizin <oe« Herrn Reindl dah^ hervorgeht. CMW« wenig« Druckfehler, besonder« hiußchtlich der Punttatio«, dürften einem solchen Serke nochgesichea «okden ksseinm. vou stab^mer S. W. Rosen selb. — Gedruckt in der Fr. H««aikü^eu ^uchdruckkrr^!^