Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 47 (18.11.1836)
- Date
- 1836-11-18
- Page
- Spalte 369-370 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929916--501-4889527- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»bm a s Füll h »r ». Gin Leitvlatt» zunächst für und über Israeliten. Nro. 47. Bamberg, Freitag 18. November Der Gerechte letrt in feinem Gleoben. 1SS6. Hab«kuk. Der Eine Glaube.' (Fortsetzung de» Sonette« in Nrv. 44.) Sin Glaub« ist, der un« da» Her, erfüllt Und unser« Gin» di« recht« Richtung gibt, Wan« auch di« Uu-ena-tt in Nicht» »erstirbt. Der Glaub« ist«, der iuaeru Stur« un« Mt; Und «0« der Staube al» da» H«il'-e gilt. Der ist von Sott und Reukche» gleich geliebt. Und nimmer ist der Spiegel chm getrübt, dem er schauet seine» Gotte» Bild. And btesor «in« Glan»' — er sei da» All, «r sei de« Menschenstn««» höchstchl_SnU Und durch, da» »u>r« beben dring' sein Schall, «r cht »<» Honen» reinste» r«ben»bl«t; De» dieser Glaube, der da» Ei» und All, Bematzrrt un» vor tieft» Sindenftll. _ ' Zose.f «.lein. Der letzte Will,. LSchlu».) Allerdings muß naftr Zetzter Wille zuerst auf Diejenige« Blocht «etzMN, welche uns durch die vaude des Bluts 4M »Lchstrn stehe». LS ist Pflicht, Msenr Gattm «» Kinder, unsere leibliche, Brüder MAMchMsA« A» »"sorgen, dafle nicht ,Noch leidt»'r MM Herknüpste an« unmittelbar «it chaen. Wd'tiAß» dt Rücksicht ihrer »eine leidenschaftlichen UAMßWBm ausüben; wir «üße« die am Liebsten bch«M,, «elche tu« BnOsMs« udd de» Untrrststtzung z« ihre» Fortkommen am Meiste« bedürfe«. E» wäre Ungerechttgkeit, chnm da« Nöthigste zu entziehen, um e« Fremden hknzugeben. Sie hat Gott zunächst an unser Herz gewiesen, und ihre Unterstützung hat Er un« in Seinem heilige« Worte zur besonder« Pflicht gemacht.- Entziehe dich nicht deinen Berts and ten. (Jes. Z8, 7.) Doch haben wir die Überzeugung , daß fle hinlänglich versorgt sind; dasie wohl, ohne deswegen sehr zu leiden, einen großen» oder geringer« Theil unserer Hinterlassenschaft ent, behren können; daß sie ihn wohl mehr zum eigenen Wohlleben, als zur wohlthätigen Hilfe Anderer anwenden dürsten: dann ist eS unsere Sache, Bessere« zu verfügen, und mit unserem Vermögen Diejenigen zu beglücken, welche dessen am meisten bedürftig sein können, oder mit demselben einen bleibenden Nutze« für da« allgemeine Wohl zu stiften. Es kommt, wie bei allen ansern Handlungen, auch hier weniger darauf an, ob wir zu wohlthätigen Zwecken große oder kleine Dum, men auszusetzen haben. Nicht waS und wie viel der Mensch gibt, sonder,» wie und in welcher Absicht er seine Gabe bringt, macht den größer» oder geringen« Werth derselben auS. Wer reich?st, gebe als ein Reicher; wessen Kräfte schwächer sind, leiste nach feinen Kräften. Die Taube, die der Anne zum Opfer i« Tempel darbrachte, war Gott eben so angeneh«, als das Rind, das der Reichere darbrachte, (Talm. Mensch. 11V.) Wer Wohlthätigkeit säet.