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Das Füllhorn · 1836-01-01 · 42 (14.10.1836) · p. Spalte 333-334

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
42 (14.10.1836)
Date
1836-01-01
Page
Spalte 333-334 (sequence 3)
Language
German
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mündlichen Sage «ach, auS Jickäa gefolgt sepn und die auS der Plünderung deS Tempels geretteten silbernen Trompeten, auf denen der unaussprechliche Name GotteS geschrieben war, wit sich gebracht haben. Später seyen Juden auS Spanien und andern Orten, die von der glücklichen Lage ihrer Brüder in Indien vernommen, dahin gewandert, bis zuletzt unterihnen Uneinigkeiten auSgebrochen u. einer der jüdischeu Häuptlinge einen indischenFürsten zu Hülfe gerufen, der mit einem großen Heere sie angegriffen, ihre Wohnungen u. öffentlichen Gebäude zerstört, sie aus, Krqnganor vertrieben, einen Theil von ihnen getödtet, «.einen andern in die Gefangenschaft geschleppt habe. Die ljebrigen^eyen nach tzochin*entflohen, wo sie seitdem, wie wohl unter mancherlei Bedrückungen, ansässig geblieben. 0r. Buchanan schloß aus der indischen' GesichtSbildung der schwarzen Juden, daß sie viele Jahrhunderte vor den weißen Juden, die jene alS eine Kaste von niedriger Art verachteten, nach Indien gekommen sepn mußten. Bei seinen Besuchen in den Städten der schwärzen Juden im Inneren des Landes fand er viele Manuskripte in hebräischer Schrift, und eine alte Abschrift deS Pentateuch auf einer ledernen Rolle von achtundvierzig Fuß Länge aus zusammengenähten Häuten, vr. Buchanan gab die Zahl der in Cochl'n, Malla, Parur und andern Städten ansässigen Juden auf 152» an. Erst im Jahre 1821 wurde Hr. C. M. Whish, der eine ausgezeichnete Kenntniß der tamulischen Sprache besitzt, auf die obenerwähnte Kupfertafeln ausmerksam gemacht, und theilte der asiatischen Gesellschaft in Madras eine Uebersetzung derselbm mit, die das Asiat« Journal in einem seiner neuesten Hefte ino Folgendem gibt: „Swasti Sri! der König der Könige hat eS befohlen! AlS Radscha Sri BhaSkarah Jravah Wanna daS königliche Szepter über hunderttausend Städte führte/im sechsunddreißigsten Jähre deS zweiten EpkluS, ward folgende Urkunde auSgeftrtigt, während der Fürst in seinem königlichen Palaste von Mupil Kottah verweilte: von Juffuf Rabba und seine« Volke fordern wir' den Tribut der unserer hohen Würde schuldigen Ehrfurcht und Untrrthänigkeit, und die gewöhnlichen Geschenke für unsere königliche Person: dagegen »«leihen w« ihnen daS Vorrecht, fünf Arten von Namen zu führen, sich der TagSlampen zu bedienen, lange Gewänder zu tragen, sich der Palankine und Papons (Sonnenschirme), kupfernen Gesäße, SLroPmrln und Trompeten zu bedienen, Blumenguirlanden zu tragen und über ihre Straßen zu spannen, und wir haben ihnen gegeben 72 einzelne Häuser, und ihnen alle Steuern und Abgaben dafür erlassen, und auf daß diese Urkunde, durch die sie von allen Gebühren (Zehnten) an die Kirche befreit werden, wie alle, Bewohner anderer Städte sie zu entrichten haben, ihnen und ihren leiblichen Nachkommen gesichert bleibe, haben wir sie auf diese Kupfertafeln eingraben lassen. Dieser Vorrechte sollen sie genießen mach diesen fünf Arten der Erbfolge: uämlich Jussuf Rabba selbst und seine Nachkommen, seine männlichen und seine weiblichen Kinder, seine Neffen und die Neffen seiner Töchter; und dieses erblichen Rechtet sollen sie ge- - nießen so lange Erde und Mond besteht. Sri!" — Hierauf folgen die Unterschriften von sechs Zeugen. Die in dieser Urkunde angegebene Jahreszahl: „daS sechöunddreißigste Jahr des zweiten EpkluS," ist nach der früher in Malabar und allen indischen Staa« ' ten üblich gewesenen Jahresrechnung, nach dem Epk- , luS von sechzig Jahren, der im Jahre 75 n. Sh. G. begann. Das sechsunddreißigste Jahr des zweiten j EpkluS ist also das Jahr 231 unserer Zeitrechnung. , Von diesen Kupfertafeln und ihrem Inhalte hatl ten auch die Holländer bereits im Jahre 1663 Kunde, « als sie zum Besitze der Stadt gelangten. Ihre daz mals über die dortigen weißen und schwarzen Juden I eingezogenen Erkundigungen geben an, däß letztere die » Ankunft ihrer Vorfahren in Indien in daS Jahr der » Welt 3828 oder 68 n. Eh. Geb. setzte«. Die weißen -> Juden erzählten, daß ihre schwarzen Brüder za-trei- I cher «nrden, ars sie selbst, und im fünften Jchrhu» I dert sep zwischen ihnen ein Krieg ausgebrochtt, durch D

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