Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 37 (9.9.1836)
- Date
- 1836-09-09
- Page
- Spalte 291-292 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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291 dawlr großen Nutzen hievon für unser religiöse» und sittliche»Verhalte« ziehen würden. "So bebet/ und sündigt nicht, überlegt»» i« Herzen, auf euren Lagerstätten- und sepd stillem (Psalm 4, S.) Südlich, «eine Geliebten I ist r» die Richtung unsere» Blicke» und Gemüthe» auf Lob und Ewigkeit, welche ganz vorzüglich dazu geeignet ist, die Achtsam, seit auf unfern Wandel zu befördern. — Wenn wir hier aus Erde« ewig sieben, wem da», wa» wir für die Erd« schaffe«, unser ewige» Sigenthum bliebe, wem der Besitz und der Genuder Erdengüter m» ewig erfreuen könnte, wem unser Körper md seine Sinue unser Alle» wären, und wir keine rein geistige, Gott verwandte Seele hätten; keine Seele, die bestimmt ist, in da» Reich der seligen himmlischen Geister ausgenommen zu werden; keine Seele, die verbunden ist, über ihre Wirkungen und Verrichtungen auf Erden vor de« heiligen, gerechten Throne Gottes, ihre» Urhebermd Schöpfer», Rechenschaft abzulege«; dam. Fremde! hätten wir nicht Ursache, .unser verhalt« mit so viele« Ernste zu überdenk«, mit so vixler Sorgfalt abzuwägen; der angenehme oder unangenehme Eindruck, dm jede unserer Handlungen aus m» zu «ach« t« Stande wäre, und die längere oder kürzere Dauer desselben, wäre Beweggrund genug, sie in'» Leben zu ruftu, oder zu unterdrücken. De« ist aber nicht so, meine Brüder! Wir wissen, dawir hier auf Erd« keine bleibende Stätte Hab«, wir wisse«, dawir einst Alle» hier zurücAassm müsse«, wa» m» die Erde gibt, md dader Genuß ihrer Güter nur auf eine sehr kurze Zeit sich erstreckt, -b« so wisse« wir, daunsere Seele von Gott kommt mW zu Gott zurückzukrhren md in ewig selige Verbindung «tt dm rein« himmlisch« Geiste« zu trete» bestimmt ist. Nm «erd« wir den Plan unsere» Leben» ganz auder» einricht« müssen. Da» Irdische md vergänglich« kam jetzt nur in so ft« ein« Werth für m» Hab«, als e» geeignet ist, mftrn Aufenthalt a»f Erd« zu friste», um m» da, «ach dem Willen Gotte», für die EwiMt vorzubereitm. Die größte ' 292 Rücksicht, dm «eist« Bedacht werde« wir mm auf diese Ewigkeit zu nehmm habe«. Alle Gesinnungen, alle Absicht«, alle Handlung«, die mit der Aussicht ans unsere Ewigkeit nicht vereinbarlich sind, müssen an» dem Plane unsere» Leb«» gestrichen werde«. Alle», wa» unserer,Seele schaden kam, muß von m» mehr al» der Tod geflohen werde«, wasie hingegen vervollkommn« und ihre« Götte nährt bring« kam, Weisheit, Frömmigkeit, Tugend und Rechtschassenheit, muß allen Erdegütern vorgezogen, und von m» mit Liebe und Freude ausgenommen werde«. — So, meine Freunde! «st ms auch Tod md Ewigkeit zu: Gebt Acht auf euer« Lhrndel! — O dawir doch diese« Zurufeder au» der Tieft der Erde md aus der Höhe de» Himmel» zu un» erschallet, geneigte» Ohr leih« möchten, meine Brüder! Auch die Gräber um m» her ruf« m» z«: Gebt Acht auf euern Wandel! Unsere Lküder, die sie in sich schließ«, sind jetzt alle i« Reiche der Wahrheit. Der letzte Gedanke, den sie mü au» der Welt nahm«, war sicher kein ariderer: o, wie eitel ist alle» Erdengut — wie nichtig sind alle irdische Bestrebungen; o, wie kostbar ist Gottesfurcht, Religion md Tugend! Mitleidsvoll würde ihr verklärte» Auge auf uns Herabschaum, wem wir fortan so leben, als wmn es kein« gerecht« Gott, kein« Tod md keine Ewigkeit gäbe.' O Gott! laß uv»'nicht so unglücklich fepn! Laun» von diesen Gräber« unser» Blick zu Dir erheb«, zu Dir, Unvergänglichem in den Höhen! md unser Herz md unfern Wandel Dir zukehr«! Lams nrmmer weichen vom Pfade de» fest«, innig« Glauben», »immer weich« vom, Pfade der Tugend md vom Wandel nach deinem heilig« Gesetze. Sind wir gefunken, gefall« durch unsere Sünden, so hebe uns zu Dir empor, md laß Deine Erbarm ung und Gnade unfern Stab, unsere Stütze ftp«. Labe unser schmachtende» GemLH md führ« uns auf gerechte Steige, Deine» Ramdn» Ruhme» «eg«. Ihr aber, «eine Vereinsbrüder, freuet euch *) Glieder 8»< Lruderschoft« > Bereiset.