Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 37 (9.9.1836)
- Date
- 1836-09-09
- Page
- Spalte 289-290 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929893--451-4889487- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Da- Füllhorn. Gin Lettblatt. zunächst für und über Israeliten. Illro. S7. Bamberg, Freitag S. September L8S6. »- Li« Pos«»« erbeb« Mine Sti»»»«, verkünd« »eine» Balte sei» Vergehe», de« H«l« Ackob fei»« Sünde». Zesaia«. Der R e u j a h r « t a g. La« deutet Ms Korne« ergreifender Schal Alljährlich a« tzeutige» Tag«? La« »einen di» Minner nab -raue» den» all'. Sprich, Daker, und löp «ir di« -rag«: Laru« «otzl so brünstig «an deute Hier betet t« schnenoei-ea Kleide? So tzorch«. nah« Later Urtel da« Wort, So horche, » Kindlrin, der^Htzebe: Der Strudel der Sünde, er r«i-et un« fort, Macht'« Leben un« düster und öd»; Und tzitt' mit «»< Sott kein Erbarme«, . Li» ging »< un« Sündern, na« Arme»! D'rmn «atznet tze« Horn es «reifender Schal Alljährlich a« tzeutigrn Tag», Und rnfet: Er»ittert ihr Ttzonchten al'. Der Herr itzt erscheint mit der Lage De« Rechte«, ,« lotznen di« Braven; Di« Sünder — in richte«, »u strafe«. Hoch setz «uch.gegöanet r«tzn Lag« »och -riß. Au bester» da« sündhaft» Lebe». Len« dies« ««sonst euch verstrichen dann ist, So «ätzt «or'de» Lode chr bebe», v'rnm jeder ßch rmvoll bekehr«, LH' Lob und Verderben ßch nätzft». Sieh', Kindlei», » liebe«, d'ru« »ei»«» »ir al', Setzület t» lchnonneiße» Kleid«,' Und denke« an»« Grab dann, »ej« schmetternde» Schal De« H»r»e«. nnd nnrd un« so leid« Und flehe»: » mscht' un« b«»atzr»» Der Himmel vor alle» Gefahr«! Predigt, x. x. (Schluß.) Ein dritte- — uicht minder empfehlnag-würdige- Mittel, unsere Achtsamkeit auf unseren Wandel zu befördern, ist: «au fordere täglich Rechenschaft vo» sich selbst über das eigene Verhalten. Swird wohl Niemand, sich unter uubesindeu, der nicht Abends, nachdem fein Tagwerk zu Ende ist, überdenken »ird, ob, und was er de- Tagüber durch sein Handwerk, Gewerbe oder sonstige- Geschäft verdient, erübrigt, oder verloren habe. Sollten die Geschäfte , die zunächst auf unser ewige- Leb« sich beziehe«, nicht eine gleich« Rücksicht, eine gleich« Aufmerksamkeit verdienen? Sollte» wir nicht auch so jeden Abend überdenkest, ob und «a- «ir hinsichtlich der geistige« Güter, gewonnen, oder verloren Hab«? nnd, ist es der Kak, dawir Verlust bemerke», bemerken wir, daß wir nicht Fortschrittesondern Rückschritte im Gnten gemacht, damit mehr dem Laster, alder Tugend" geftöhnr haben, sollte« mir nicht ernstlichen Bedacht nehmen «üssen, »te da- Verfehlte wieder gut zu machen ftp? «ie wir de» Übel i» der Folge entgehen? und «azu chm, setz, um da- Maß nuferer Tugenden zu »er- «ehre»? — Gewiist es, lvenn «ir so täglich Recheuschaft «ft uns pflege», and hiebei «ft der Genauigkeit ood Anstichtigkeit zu Werke gehen, wie wir es bei unseren weltlichen Geschäften zu chun pflegen. s. Maas.