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Das Füllhorn · 1836-09-02 · 36 (2.9.1836) · p. Spalte 287-288

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
36 (2.9.1836)
Date
1836-09-02
Page
Spalte 287-288 (sequence 4)
Language
German
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26A 2S7 bm gerufen werdend — Ws »Ly dieet« Gegenstand, der würdig wäre, bet einer General-Spnode, die, wie wir hoffen, höchsten Orteangeordnet werde« wird, zur Sprache und Berathung gebracht zu werde«. Hiedurch könnte man am Nächsten zum Ziele gelangen. Anderweite Vorschläge in ftankirten Briefen würden in diesem Blatte willige Ausnahme finde«. Zur Lagesgeschichte. (London.) Im Unterhaus« fchkng am s. August der Kanzler der Schatzkammer, Hr. Spring Rice, die zweite verlefimg der Bist wegen Emanzipation der Juden vor. SirR. JngltS protestiere dagegen, wett die Maßregel z« spät eingebracht worden ftp", und überdkeß da- Land "entthristlichen" (anebrirti»ni«e) rpürde. Hr. Spring Rice behauptete dagegen, nur dadurch, daß man deu Juden in England ein Baterland gebe, und sie mit den übrige« Uutrtthaueu gleich, stelle, könne mau die ihnen vorgeworfeue Absonderung beseitigen, die eine Folge von Drück und A»S»ah»sgesetzm ftp. Hr. Hardp äußerte, die Mische Na-, tun» unterliege dem Zorn Gottes, und England würde sich ebenfalls der Ahndung der Vorsehung auSfttzen, wenn eine solch» Maßregel durchginge. Hr. R und le erklärt, nach seiner Meinung ftp die Bill aus dawahre Prinzip desShristenthums, anfMenschenliebe, gegründet. Die zweite Lesung wurde mit SS gegen 22 Stimmen angenommen. (Herru Hardp's Äusserung hätten wir vieles zu entgegne». Wir könnten fragen: wer hat denn Hrn. Hardp gesagt, daß die jüdische Ration dem Aoru Gottes unterliege? Kommen die Juden uicht mit denselben geuchen, gesunden Gliedern zur Welt, wie die Ehriste« und Türken? Kind sie an ihren Geistesanlagen verkümmert? Leben sie nicht eben so lange, als Jhr unirrliegt de« Zorn Gottes, danpn chue ich euch »ehe, oder verkehrt: ich chue euch weh« — folglich unterliegt ihr de« Zorn Gottes; und ft könnte diese Sprache gegen alle Schwache geführt werden, die von eine« Stärken» Unrecht leide» müsse«; ja sogar der Straßenränder könnte gegen das Sträuben devon ihm Beraubten ft argumeutireu. — Wir könnten weiter fragen: sind den« Leiden und Drangsale wirklich et« Zeichen des Zornes Gottes? Sind sie nicht vielmehr Zeichen der Liebe Gottes? *) Sagt uicht die heilige Schrift selbst: «Wen Gott liebt, den züchtigt Er?« (Spr. S, 12.) Hat nicht auch H i.o b, der Fromme, dulde« und leide« müssen? Müssen nicht die Fromme» aller Zeite« «ehr dulden und leiden, als alle Bösewkchte? Stellt nicht selbst die christliche Kirche da-Dogma von einem leidenden Messias auf, der für die Sünden Anderer büßen und leideu mußtet könnte da-, was von Einem Menschen gilt, nicht von einem Volke gelten, daß dasselbe, ohne eigenes verschulden, zu« Beste» Anderer leid«? — Und" ft könnten «v noch weiter mit Hrn. Hardp rechte«. Wir wollen aber der Kürze wegen, chm, und all« Denen, die ft denken, wie er, nur noch ftlgeude Stelle« der heil. Schrift in Erinnerung bringen: «Nicht immer hadere ich, nicht ewig zürne ich.« (J»s. 57, 16.) «Israel ist ein Heiligthum de- Herrn, da- Erstling seiner Früchte; Alle, die es verzehren, werden die Schuld büße«, Unglück .kommt über sie.« (Irrem. 2,3.) «Also spricht der Herr Zebaoth: Ich eifere für Jerusalem und für Zion einen großen Eifer, und einen großen Zorn hege ich über die Völker, die friedlich wohnenden; ich zürnte nur ei» wenig (über Israel), sie aber vermehrten da- Andere? Genieße» sie nicht die Gaben Gottes in fti- Übel.« (Zach. 1,14, 15.)— Roch rönuten wir mit ner herrlich« Schöpfung, wie Andere? Was also unmittelbar von de« guten Later aller Mensche« kommt, das theileu sie mit allen andern Menschen gleich; nur Menschen Herzen «nd Menschenhände sind es, die ihnen »ehe thon; nur Meuschenwahn «nd Menscheuetgenautz sind es, die ihnen ihre natürliche Freiheit und Rechte voreuthalte« und verkürze». Go könnte den» auch der drHotifche^prm^^nftinenmdrückttnv-ükm Redigtrt von Rabbiner S. Ä. Rosenseld. — Gedruckt i» der Hr. Humavu'sche» Buchdruckers. einer Menge ähnlicher Stellen aufwartev, die am allerwenigste« diejenigen verschmähen dürfe«, die mit religiösen Waffen gegen unS kämpftn. — Es ist in der That traurig, deu Namen des Gottes der Liebe mW der Erbarmung ft oft zum Deckmastel des Hasses «nd der Lieblosigkeit mißbrauche» zu fthen!) ' ') Sieh« Fültzpru 1835. Nro. 52, Artikel: «Sott — rm HrmiwderÄerfAtru?

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