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Das Füllhorn · 1836-08-26 · 35 (26.8.1836) · p. Spalte 273-274

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
35 (26.8.1836)
Date
1836-08-26
Page
Spalte 273-274 (sequence 1)
Language
German
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D a s F ü llher «. Gin Leitblatt» > zunächst für und über Israeliten. Aro. 23. Bamberg, Freitag 26. August 1838. Und Miriam, dir Prophetin, Aron » Schwester, nahm eine Pauk« in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach mit Pauken und Reigen. Erodul. M i r i a m's Lied. (Von Thema« Moore, übersetzt von K. Freiligrath.) - Wandelt mit Pauken da- Schilfmeer entlang! Der Herr hat gesiegt - unsre Kette «ersprang. Singt, denn de- Mächtigen Stell ist gebrochen; Sein funkelnder HeerjUg, sein krieg'rischer Trost — Wie eitel ihr Rühmen! — der Herr hat gesprochen, Und unter im Schilfmeer ging Reiter und Rost. Daadelt mit Pauken da- Schilfmeer entlang» Der Herr hat gesiegt — unsre Kette »rrsprang. Ehre dem Herrn! dem Eroberer Ehr'! Sein Hauch unser Schwert, und Sein Wort unser Sperr! — Sieh«, wer meldet dem harrenden Volke Den Fall seiner Tausende? Keiner entrann! Der Herr sah hervor auder feurigen Wolke. Und warf in di« Fluthen sie, Wagen und Mann! handelt mit Pauken da- Schilfmeer entlang. Der Herr hat gesiegt, unsre Kette l«rsprang! Predigt, gehalten aufdrm Friedhofe an einem Vorabende de« Neumond- Llul, vom Herau-geber diese- Blatt«-. Meine Geliebten! Wenn wir je zu ernstlichen > Betrachtungen über unS selbst und unser Leben angel regt werden, so ist eS vornehmlich der Anblick eines Grabhügels, der unser Grmüth hiezu geschickt macht. Wir sehe» da ein Heer von Gräbern, theils bekannter, theils unbekannter Personen; Gräber von Personen, die vor uns, von andern, die mit uns gelebt haben; Gräber von Personen, die unS sehr theuer und werth waren, die unö unter Allem, was wir auf Erden besitzen, etwa das Liebste waren. Wir wissen, daß auch wir einst solche Wohnung einuehmrn werden. Unwillkührliche Seufzer entsteigen unserer Brust, und wir fragen uns selbst: waS sind wir? was unser Leben? — Traurig wäre es, wenn wir es bei diesen Seus* zern, bei dieser Frage bewende» ließen, wenn unser Geist bei dem Sichtbaren, bei der Körperwelt stehen bliebe, 'und nicht einen Blick in die Höhe zu richten wagte; traurig wäre es, wenn Niemand da wäre, der unsre Seufzer stillen, der unsre Frage lösen könnte. — Über uns thront ein Vater, meine Brüder! ein guter Vater, der uns, seine Kinder, nicht zu Schanden werden läßt, der schon für uns gesorgt, bevor noch der erste Keim unseres Seins vorhanden war, der unS nicht zur Qual ins Leben rief, der uns nicht deshalb mit einem vernünftigen Geiste versah, um uns über unsre Hinfälligkeit zu betrüben, der uns nicht Vorzüge vor den Thieren gab, um unil unglücklicher als sie zu machen. Nein, Brüder! es thront ein guter Vater in der Höhe, dessen Fürsorge unS glückselig macht, und in dessen Schooße wir geborgen sind im Leben nnd im Tode. "Ihr seyd Kinder des Ewigen, eures Gottes, darum schneidet euch keine Wunden, und scheert euch keine Platte zwischen den Augen, ei«

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