Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 32 (5.8.1836)
- Date
- 1836-08-05
- Page
- Spalte 253-254 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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hier einen Platz finden, auf daß der NSm« deedtenl Drrknst erlitten. StifterallwärtS gesegnet werde, und sein Beispiel. Andern zum Muster diene. Das Andenken des Gerechten zum Segen! Behauptungen, welchen zufolge die zwischen Frankreich untr Basel-Landschaft in der Wahlischen Angelegenheit obwaltenden Zwistigkeiten beigelegt seyn sollten, erweisen sich nun als völlig unbegründet; denn nie sind die von ftanz. Seite angeordneten Sperrmaßregeln mit größerer Strenge ausgeführt worden, als gegenwärtig. Entlang der ftanz. Grenzen ist rin beträchtlich starkes Bewachungs-Corps aufgestellt, aus Gensd'armm, Kavallerie und Infanterie bestehend, so daß beinahe Mann an Mann reicht. Man glaubt in der That, wir befänden uns im Kriegszustände, wenn man die Franzosen Vorposten ausstellen, Tag und Nacht patroulliren und in den Feldern bivouakiren sieht. Diese kriegerischen Maßregeln zielen nun hauptsächlich darauf hin, die basellandschastlichen Bauern zu verhindern, das zum Theil schon gereifte Getreide von ihren auf ftanz. Boden gelegenen Feldern einzuheimsen. Wird einmal ein Bauer auf seinem Acker mit Frucht oder sonst etwas erwischt, so muß er ohne Weiteres Alles wegwerfen und leer nach Hause ziehen. Um es ja unmöglich zu machen, daß der Bauer durch eine dritte Hand zu seiner Sache komme, darf selbst von dm Bewohnern der ftanz. Dörfer nicht das Mindeste von den landschaftlichen Gütern weggeschafft werden. Der Gemeinde Schönebuch soll sogar von einer benachbarten ftanz. Behörde die Erklärung zugekommen seyn, daß die Truppen Befehl hätten, auf diejenigen zu schießen, welche es noch, versuchen würden, von ihrer! Äckern etwas wegzunchmen. lich nach einer schmerzhaften Krankheft Frhr. Rath«» von Rothschild, Chef des Londoner Hanfes, im ü». Jahre seines Alters. Dieser Todesfall erregt dahier allgemeine Theilnahme. Die Hülle des Verstorbenen ., ., wird, nach dem Willen seiner tieftrauernden Gattin, Zur Tagtsge schichte. nach London zur Beerdigung gebracht werden. Wäh- (Aus dem Jura, 21. Juli.) Alle di»-neurrnk°°^nd der Krankheit fanden Gebete in der Synagoge für die Genesung des Erkrankten Statt. (Dem Vernehmen nach, war der Verblichene rin, mit herrlichen Geistes- und Herzensgaben ausgezeichneter Mann, der, bei seiner Größe, auch als Jsraelite zu leben wußte.) (Frankfurt, 2S. Juli.) Die Freiherrlich v. Rothschild'sche Familie dahier hat einen schmerzlichen (Paris, 15. Juli.) Die Akademie der Künste hat am 2. Juli an die Stelle des verstorbenen Reich«, Professors der Musik und Verfassers mehrerer bekannter Werke über Tonkunst, Hm. Ha« levy, Componisten der Jüdin, mit 3V Stimmen gegm S zum Mitglieds erwählt. (Schlesien.) Die Schulz'sche Buchhandlung in Breslau stellte in dem Jntelligenzblatte der haitischen Literatur-Zeitung vom Monat April eine Preisaufgabe mit Ein hundert RefchLthcrler« für die gelungenste Schrift »über die zeitgemäßeVer« besserung des jüdischen Gottesdienstes nach Form und Inhalt.» Die Arbeiten sind spätesten- bis Ende Februars 1837 an die erwähnte Buchhandlung einzusmden, welche dieselben sofort einer aus den achtbaren Herausgebern der wissenschaftlichen Zeitschrift für jüdische Theologie zu Frankftirt a/M. gewählten Commission zur Beurtheilung übergebm wird. Miszellen,. Die jüdische Gemeinde in Berlin, etwa 5M0 Seelen zählend, -unterhält zwei große Armen-Schulen, — die eim für Knaben, die andere für Mädchen, — in denen sich zusammen etwa 25V Kinder befinde«, zu deren Unterricht die Gemeinde jährlich