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Das Füllhorn · 1836-07-15 · 29 (15.7.1836) · p. Spalte 225-226

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
29 (15.7.1836)
Date
1836-07-15
Page
Spalte 225-226 (sequence 1)
Language
German
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Gin Leitvlatt» zunächst für und über Israeliten.?lro. 29. Bamberg, Freitag 15. Juli 18S6. Mrm Mund soll fein» Sprüche lehr«,, Mein Herz vo, Wei«deit dichte«. «ne-Korach. «u die Verfasser der Gedichte des Füllhorn». (Sonett.) Die Ihr schon oft in diese« «latte« Spalte« Srhnb'ne Lieder Helle« Alans« S«su«-ru, _ Die fenng manche« kalt« Her, durchdroa^n Mit «arme« Mauden an de« Sw'gen Walte»; Di« Ihr «« dieser Zeit, der feostiz kalte«. Die jede« «armen Herren«-Schlag verdrungen. Such ans de« Glauben« Flügel aufgrschwungrn. Und treue Lied« Sorem Volk behalten: — V nehmet hin den heißen Dank der Bruder, Die Suera Tönen willig Ohr geliehen. Zn dunkler Nacht auf Surr Licht -«schauet! Laßt sie nur schallen, Sur« Hellen Lieder! , Trau n! nicht nmsrnst ist Euer schön Bemühen, Venn bleibe« wird, wa« ja dem Herr« -«bauet. > ck»m. *) *) Die pseudonyme« Herren >el,im «erden ersucht, bei. künftigen Einsendungen sich der Redaktion mit ihrem wahren Namen nennen r» «ollen. — »nf ihre« Vorschlag, dom Füllhorn ein poetische« Beiblatt beiiugrbe«, ka«« nicht «ingegangen «erden; e« scheint dieauch gar aicht oothwendi-, da ohnehin jede Nummer «in Gedicht enthält. Überladung taugt überall nicht«. — Für die ein-esandten Arbeiten Dank! Fernern Zusendungen» besonder« mit Nachrichten ««« jenen Gegenden, stehet mit Vergnügen entgege» Noch Einiges über die Juden t» Algier. (Siehe Füllhorn 1US, Nro. 4, 14 «. 44.) Herr Thomas Campbell schreibt aus Algier: (Ausl. 18Z6, Nro. 101.) WaS de« Fremden in Algier besonders auffällt, ist die malerische Mannigfaltigkeit der Bevölkerung. Unter den vorhandenen verschiedenen Lölkerstämmen ist keiner, welcher die Juden an Gemeinnützigkeit und Gewerbfleiß überträse. Die reichsten, und sogar einige auS der Mittelklasse, kleiden sich wie die Europäer; die ärmern tragen noch den alttestamentarischen Bart, eine Zacke nebst Beinkleidern, welche denen der Maure« ähnlich sind, und statt de» Turbans eine Plattmütze. Dm Rabbiner und die übrigen Beamteten unter ihn« kleiden sich ebenfalls in israeiittsche Tracht. Ihre Weiber gehen nicht verschleiert, wie die Maurinnen, zeichnen sich aber hurch größere Liebe zum Putz auS. 3« ihren weit über den Rücken hinabhängenden Mützen von vergoldetem Drath sehen sie fast auS wie jene Insekten, welche man gewöhnlich Wasserjungfern nenut. Ich wohnte an einem Sonnabende der großen Ge« dächtnißseier des Durchzug» ihrer Vorfahren durch die Wüste bei.. Bei dieser Gelegenheit errichten die Juden aus den stachen Dächern ihrer Häuser Lauben vv» Baum zweigen, in chenen sieben Tage-nach einander Männer, Weiber und Kinder in ihren besten Kleider« Abendbei Fackelschein Festen beiwohnen. Don der Terrasse de» Herrn DeSconsse, welch« eine herrliche Di« Red.

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