Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 24 (10.6.1836)
- Date
- 1836-06-10
- Page
- Spalte 185-186 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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D a » K - l l tz o r «. T« Gin Lettblätt» zunächst für und über Israeliten. Alro. 24. Bamberg, Freitag 10. Juni 1836. Öffne mein» Augen, daich die Wunder schaue Deiner Lehr«. Psalm. Das Wunder. El blühet da» Wunder in unsrer Brust, Es blühet dorr auf, un» unbewußt» Es dränget hinaus sich au» enger Haft, Und strebt in di« Welt al» Liebeskraft. S» glühet da» Wunder im Deltenraum i Al» gold'ner Funken am Himmelssaum, > Algold'ner Tropfen im Meeretschaum, , Al» gold'ner Apfel am Blüthenbaum. Da« Wunder du nimmer schauen kannst, Wenn du auf e< den Blick nicht bannst. Da« Wunder von Außen blieb' ewig Schein, Wenn du nicht senktest dich selbst hinein; So ist di« Erd' und der Himmel nicht, Die vor dir liegen im reinsten Licht, Ohn' deiner eig'nen Augen Quell An Früchten reich, und an Lichtern hell. - 3- Rosenfeld. AuS einem Briefe de- Missionärs Jsenberg. (Im bremer Airchenboten.) Kürzlich machte) ich eine Reise durch die Wüste nach Suez und dem Sinai. Ich nahm Aichinger mit, versorgte uns^mit^ebmsmitteln, die auf Kamele geladen wurden, besonders Wasser, und so machten wir unseren Zug nach Beduinenart dorthin. Eine schöne, obgleich nicht angenehne Reise; ich werde sie nie bereuen, nie vergessen. Wir nahmen von dm 4 Wegm, die nach Suez sichren, dm 2tm, der dem südlichsten am nächsten ist, und als die Hauptstraße betrachtet werden kann. Nachdem wir 3 Stunden nordöstlich geritten warm, übernachteten wir bei dem letzten Dorfe vor Suez, wendeten uns sodann östlicher in Pie Wüste hinein, und trafen auch von da an bis Suez nur hier und da einen dornigen Baum (ich glaube eine Gattung der Mimosa), sonst nur an einigen Stellen kleine Gewächse, welche den Kamelen zum Futter dienten, — aber gar hin Wasser. Eine Tagreffe diesseits Suez traf unser Weg mit der wahrscheinlichen Heerstraße der Jsraelitm zusammen, die ohne Zweifel aus der Gegend vou.Mansura, etwa in der Mitte zwischen Cairo und Damtette, Herauftamm. Wir hatten nun eine Zeitlang eine Hügelreihe zu unserer Rechten gehabt, die bald darauf aufhörte, wendeten uns dann rechts um die erste Reihe von Hügeln, hinter welcher sich aber mehrere andere zeigten, die alle nach der Gegend des rochen Meeres ausgingm, und meistens ganz steile Abhänge nach dieser Richtung hin zeigten. Hier war die Stelle 2. Buch Mos. 14, 2, wo die Jsraelitm herumlenken mußten, wie wir, in daS Thal Hiroch; denn von hier auS senkt sich der Boden immer mehr, und noch ein wenig weiter entdeckten wir, daß der blaue Streifen, der sich südöstlich vor uns, unS mtgegen, doch mehr «ach Norde« hinzog, kein eingebildete- (wie wir vorher so häufig in der Wüste hatten, wo man durch Wirkung der Sonnenstrahlen auf dm Sand Meere und Leiche z« schm glanbte), sondern das röche