Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 22 (27.5.1836)
- Date
- 1836-05-27
- Page
- Spalte 173-174 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundsätze deorthodoxen Hudeitthums, die doch Ihrem Buche den Namen hege-en; suchte die Widerlegung meines Pge'n «se. erhobenen 'Klagen Und Besc^üldi'gün'tzrn; fand äbch'leidtr! Nirgend Befriedigung/ WeÄn SiegeschwiegeN hättet — so däucht estnl'r,—'würden die Ungelehrten wenigstenunter Jhten Freunden geglaubt haben, Ski? könnten, aber wollten nicht antworten', Ihre Äechtfittjgung verstände' sich von selbst, der Gegner Wäre.'ÜZHnen zu anwichtig u. s. w. NUN Sie/aber für gut' Pfunden haben, auf meiste Klagen einzugehen und meiste Beschuldigungen zu widerlegen, und sogar .-dieser mühsamen Arbeit--, nach Ihrem eigenen Geständniß (S. Z) alle Ihre irgend erreichbaren Stunden bestimmen zu müssen glaubten, ja, da Sie schon ..Stürme ahnend, seit dem Anfang des Oktobers'vorigen Jahres bis zur Mitte des März dieses Jahres," also fünf und'ein halb Monat --die angestrengtesten talq^idisch-rabbinischen Studien zu Ihrem angelegentlichsten Geschäft gemacht haben," hätten Sie billigerweise die alten Blößen decken und neue vermeiden müssen. Leider ist beides nicht geschehen und ich sehe mich veranlaßt, Jhnm vor allem ein, wie ich glaube, nicht unpassende- Gcschichtchen zu erzählen. Nachdem ein Herr Grattenaüer, — von dem ich Ihnen nichtweiter berichten kann, als daß er'we» gÄr'Unterschleif'auf der Festung zu Glogau sein theureS Leben auSgehaucht, — nachdem dieser redliche Mann gegen dis 'Unredlichkeit, der Juden ein heftiges Bach 'geschieben, trat ein Herr Coßm'ann' mit einer zwar gut' gemeinten, aber herzlich' schlecht' geschriebenen Vertheidigung zu Gunsten der Juden 'aus Bald nach der Erscheinung derselben las man in einem bsftnt- - lichen Blatte: „Srat^«>tr -at uni beleibig-t s^ji stößBa^n tatmN« vfrtbeip^t,-.^pe/.u Doch lassen Sie uns zur Sache kommen. Ich hoffe alle dmjeuigen, die unser Kampf iuterestirt. uud, wv'möglich-Sie selbst, von der Wahrheit der oben hkngeworfenen Behauptung überführen 'zu können. i ' I 117' ' " .!/ .>7) „i 171 ' Drollig ist Ihr in der Einleitung (S. 4) au-gesprochener Wunsch, Ihre neueste Schrift möge das unselige Äorurcheil beftitt'gen, --als wollen Sie den Juden "die Hoffnung zum vollständigen Genuß einer staatsbürgerlichen'Gleichstellung rauben.-- Sollte in der That auch nur ein einziger Jude glauben können, daß Sie, oder irgend ein Schriftsteller Ihres Geistes uns zum Genuß der staatsbürgerlichen Gleichstellung sogar die Hoffnung rauben können? — Sie irren! die' härtesten Menschen und Schicksale konnten über meine Glaubensgenossen keine solche Gewalt ausüben. Da müßten sie ja erst den Glauben an einen gerechten Gott, der den Uebermuth züchtigt und die Unschuld schützt, sammt dem Glauben an den endlichen Sieg unserer guten Sache aufgeben! Darüber hätten Sit sich wahrlich keine Skrupel und kein — neues Buch machen sollen! — Und so drollig wie Ihr Wunsch, so possierlich ist das Ihrem Wunsche beigefügte Bekenntnis --Nein> sagen Sie, aufdecken will ich nur und wo möglich beseitigen die von den Christen wenig gekannten Schwierigkeiten, welche das Borurtheil und die gefesselte Denkart der von dem Talmud und von den Rabbinen umklammerten und umdüsterten Juden den Staaten bereiten, damit die ersehnte Verschmelzung auf einer sichern Grundlage zu einem fröhlichen Gedeihen sich gestalte.-- Wir wollen den Inhalt dieser Worte ruhig prüfen: " Was sind eS denn für Schwierigkeiten, die die Juden den Staaten bereiten? Widersetzen sich die Juden etwa den Anordnungen der Staatsbehörden? O,' nein! vielmehr gehören, die Juden zu den gehorsamsten Unterthanen, und selbst ihre Gegner müssen dies einräumen. Stiften die.Juden etwa geheime Verbindungen, damit eS hinter trieben werde, falls die Regieümgen damit umgingen, ihnen die bürgerlkchjch Rechte za geben? O, nein! der Juden eifrigstes Bestreben ist es vielmehr, die bürgerliche Gleich, stellung zu erlangen; mündlich und schriftlich, bald stehend, bald fordernd, sicht man sie nach diesem Kleinode ringen. — Hüben sich die Jude« etwa in den . . '!> . ' . . .5i