Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 20 (13.5.1836)
- Date
- 1836-05-13
- Page
- Spalte 153-154 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4889117-4929679-4929861--370-4889423- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
D ü § F H s f h § f V. Gin Lettdlstt» zunächst für und über Israeliten. Viro. 20. Bamberg, Freitag 13. Mai ISS«. . Daun stad mir, »i« vom Trau« erwacht. . Psalm. Der böse Traum. Wen» Israel, dem Sklavengreis«, Der Freiheit -oldner Laeinst lacht; Denn e« vollbracht di« Pilgerreise De« Slend« durch der Knechtschaft Nacht; Wenn klingend seine« »rm entfällt Di« alt« kette einst, »erschrllt; Denn sein« kranke Brust erweitert Der Freiheit frisch« Morgenluft, Ihr «Sonnenstrahl sei« »«-' erheitert. Da et entsteigt der Modergrust: Dana wird ihm sepa, alt sei t «nuacht Don einem bösen Trau« der Nacht. Di» «ährte doch der Traum so lange. Der Wirklichkeit furchtbarer Tran«! Die «ar de« Träumende» so hange! Bor »engst'-uag kennt' er athmen kan»; Sio Ungeheuer, Haß genannt, Kielt klammernd sein» Brust ««spannt. Die viel, «i« laug' hast du gelitten, L» »acher Träumer) «oh» derLual! Lor deine« Uug' vorbeigeschritteu Sind Schreckgestalten sonder Zahl; Denn dir der Freiheit Morgen lach«. Dann bist d«, «ke vom Traum e»»M. Und Arael, d«< tranmermacht». Schaut noch einmal »um Traum gnrßck. Und läßt di« Bilder, di» er bracht«, Boriiber^eh'n vor seinem Blick. ' Z» «nabsehbar langer Reih' Aich'n st« am inner» Ung' vorbei. — - Et steht ruerst mit stille« Trauern, Die blutiger Berjwriflungtkampf Entbrennt um Salem « hril'-e Manera; Doch Salem fällt in Sloth uud Danvf. Der Städte Fürstin, hochverehrt. Die Totte-stadt, — fle liegt »erstört. Und auch der Tempel steht in Flamme«! Da« heißgeliebte Heiligthu«, Die Sottetbnrg, achl stürgt rusammen. Der Länder Zier, det Dolkel Ruhm! Und ach! det Tempel« Gturg begräbt vat Bolk, das nur in chm gelebt. Er) der di« Welt alt Braut umfangen. Und st« erdrückt, — der Römer-Held, Der ivelttermalmead ist gegangen Mit eh'rnem Fuß« durch di« Welt, — Er faßt dat Bolk, di« Handvoll Spreu» Und streut't in alle Sind« frei. «ch! da beginnt de« Elrndt Reis«, Di« groß« Wanderschaft beginnt; Det Dolket Trümmer, Männer, Sreis«, Jüngling.und Jungfrau, «eib und Kind: Sie gieh'a, de« Vaterland« beraubt. Dahin mit thräueuschmere« Haupt. Und Rahel steht auf ihrem Grat«, Und »eint nm ihrer Kinder Lost, Di«, tiefgebeugt, am Pilgerstab« Inl Elend riehen, heimathlot. Der Kinder -an,«a Riesenschmer, »nhtt hundertfach da« MnNerher». (Schluß fvlgü)