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Das Füllhorn · 1836-05-06 · 19 (6.5.1836) · p. Spalte 151-152

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
19 (6.5.1836)
Date
1836-05-06
Page
Spalte 151-152 (sequence 4)
Language
German
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sich in der Gefangenschaft von Babylon zu befinde«, und alle ihre Blicke nach Jerusalem richten zu müssen glauben. Großherzogthum Posen. Die Verhältnisse der Juden gestalten sich in dem Posener R-gierungs-Bezirk, seit der Erlassung ^eS Gesetzevon 1833, auf eine recht erfreuliche Weise. Seit dieser Zeit sind im Ganzen von den hier wohnhaften 50,479 Juden 4354 naturalisirt, 7844 mit Duldung- - Eertifikaten versehen und 3, der Provinz nicht Angehörige, auSgewkesen worden; da- Staat-, bürgerrecht haben 397 erlangt. Die finanziellen Interessen der Corporation«! werden von den Repräsentantin-Versammlungen mit großer Aufmerksamkeit und regem Eifer für die Sache berathen und un, ter höherer Aufsicht wahrgenommen. In vielen Städten habe« die naturalisirten Juden bereitdas städti- As Bürgerrecht erworben, ja in Schwerin sind auch sich»« Israeliten durch Wahl in die Stadtverordnetenversammlung ausgenommen worden. Für die Erzie, hung und de« Unterricht der Heranwachsenden Jugend «erspricht die neue Verfassung besondersegensreich «erden zu wollen. 4 - ch Rußland. 1 Einem kaiserl. Befehle zufolge soll eden Jsrae- MteN tm^ruff. Reiche innerhalb der Gränzlinie der Wien züm Wohnplatze angewiesenen Gouvernements »stattet seyn, als Commissionaire der in andern Gou- MrneMeotwohnenden Christen aufzutreten und die Mn Viesen letzteren über die Zollämter der bezeichne« Mt Gouvernementverschriebenen Maaren zu verzol« M. Ausserhalb der fgr den Wohnsitz der Israeliten bestimmten Gränzlinie dürfen sie jedoch die von ihnen aus dem Au-lande verschriebenen Maaren weder selbst, noch durch Vermittlung der Christen verkauft«. Ewird best Israeliten ferner gestattet, Nifhnij-Nowgorod, Jerbit, Korennaja, Charkow und Gsumy während der daselbst stattfindenden Jahrmärkte zu besuchen;^« die genannten Städte aber sich ausserhalb de- Bereiches der ihnen zum Wohnsitze ««gewiesenen Gouvernementbefinden, so müssen sie dieselben nach Beendigung de- Jahrmarktes wieder verlassen und dürfen in denselben weder die von ihnen selbst, noch im Aufträge von andern verschriebenen ausländischen Maaren verkauft«. Gedanken. Die Religion se^ unS, wie Faros, Stadt und Leuchtthurm zugleich; »he wir hinau-schiffen in'S weite, wüste Meer de- Lebens, sollen wir unS in der Stadt eine sichere Wohnstätte suchen, und, wenn wir hinauSgeschifst sind, uns durch das ewig nimmer verlöschende Feuer auf dem Leuchtthurme zurecht finden, damit wir die Klippen zu vermeiden, die rechte Bahn zu suchen und die wahre Heimkehr wieder zu finden wissen, geleitet durch da- Licht, und dann wieder ruhig rinziehen können in unsere frühere Wohnstätte de- Friedens und der Ruhe. — » » * Die Welt ist dagroße, schöne Gemälde Gotte-, der Mensch aber die Namenschiffre und dakeck diesegroßen MahlerS. Josef Klei». Schriften über Juden und Judenthum , welche zur Ostermesse 1836 erschienen sind. (Fortsetzung) Gallerte der aut-rrrichnetsten Israeliten aller Jahrhunderte, ihr« Porträt« uad Biographien, herausgegrben von Cug- Grafe« Brei«, fortgesetzt von vr. Frankfurter. 4. Lief. -r. 4. Stuttgart. Brodhag. 1 Thlr. Grammatik der hebräischen Sprache. (Bon Prof. vr. S lä. srr). ,r. 8. Skegensburg. Man» in Co«.- 9 Bogen. 1)2 Thlr. (Fortsetzung folgt.) Rrhigirt von Rabbiuer S. W. Rosenfeld. — Gedruckt iu der Fr. Humann'schen Buchpruckerei.

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