Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- II (1836)
- Issue
- 18 (29.4.1836)
- Date
- 1836-04-29
- Page
- Spalte 137-138 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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> Das Fstlltzar Gin Leitblstt, zunächst für und über Israeliten. IVro. 18. Bamberg, Freitag 29. April 1836. Wenn der Mensch stirbt, da begleiten ihn nicht Silber, nicht Sold, nicht Edelsteine und Perlen; wohl aber — Thora und gute Werke. Sk. Iose ben Kißma. Die drei Freunde. Ein S l»j ch n i ß. *) (Abendzeit-. vom 4. Okt. 1834.) El hatte rin Mensch drei Freunde gefunden. Und fühlte sich innig durch sie beglückt. In ihnen war Allel so sest verbunden, Wat reirend da« irdische Leben schmückt. Der zwejte der Freunde — waren Verwandte; Sie kehrten still und beruhigt nach Haut. Doch der dritte Freund, der schmerzlich »erkannte. Er folgte ihm über da« Trab hinan«. Da« waren die guten, die edlen Thatea Der Lieb« und Menschenfreundlichkeit; Di« Früchte alle der goldene» Saaten, Di» der Mensch im Leben autgrstrrut. Robert Köhler. Di» ersten beiden — sie liebt' er vor Allen, Mit ihnen theilte er jegliche« Glück; Still ruhte, mit innigem Wohlgefallen, Auf ihnen sein «onnrtrunkener Blick. Doch der' dritte Freund, der ächte, der treue. Dem »ft er mit Kaltsinn pflegt« zu nah'n. Sab seinem Glücke die höhere Weihe, Und schmückte am Herrlichsten seine Lahn. Doch siehe, da kam dem Menschen die Stund«, Di« ihm, vom Leben zu scheiden, -edot; Ach! au« der Freundschaft zärtlichem Bund« Entführt' ihn der unerbittliche Tod. — Der Freund, — der «inst ihm so theuer im Leben, Verließ ihn zuerst; e« war — sein Geld. Leichtfüßig sah ihn sein Auge entschweben Zur -roßen, zur fröhlichen Menschrnwelt. *) Dar Dichter fügt di« Not« hinzu- »Nach der licht, und gemüthvollen, am 31. August d. I. in der Annrnkirch« vom Herrn Pastor M. Fischer gehaltenen Probepredigt.« So flndet denn die talmudisch-rabbinische Literatur, au« «elcher dies«« Sleichniß genommen, selbst in der Kirche di« Anerkenn«», ihre« «erthe« und ihrer Brauchbarkeit. v. Red. Merkwürdige Äußerungen von verschiedenen Rab, binen und Gelehrten über Filosofie. (Schluß.) R. David Kimchi, (wer kennt nicht diesen HeroS der biblischen Exegese und der hebräischen Grammatik?) ein eifriger und höchst verständiger Anhänger deS ThalmudS, spricht sich in der Vorrede zu seinem Kommentar zu den ersten Profeten sehr jum Dortheile der Filosofie aus, und wenn er gleichwohl da- Studium des schriftlichen und mündlichen Gesetzes ßur Vorbedingung jum Studium der Filosofie macht, so gesteht er dennoch letzterem einen hohen, unbedingt« Werth zu, und wünscht, daß beide Studien, nämlich Theologie und Kilosofie, Hand in Hand gehe« sollen, weil nur so ein für beide gleich erfreuliches Resultat zu gewinnen wäre. Noch gebe ich eine eben so schöne, als wahre Bemerkung deS sowohl durch seine Reisebeschrrtbun- (Massa vaarab, Reise durch die vrrberey,