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Das Füllhorn · 1836-02-11 · 11 (11.2.1836) · p. Spalte 81-82

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
11 (11.2.1836)
Date
1836-02-11
Page
Spalte 81-82 (sequence 1)
Language
German
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D - s F - l l tz v r «. Gin Leitdlatt. zunächst für und über Israeliten. Xro. 11. Bamberg, Freitag 11. März 1836. Bin ich nicht für mich — wer für mich? Bin ich nur für mich — wa< bin ich? Hillel. ' Tod der Selbstsucht. Fremde Lieb' mach' ich mir eigen. Fremde Lust und fremde- Leid» Mag mich nimmer stoli bezeigen, Banne jede Selbstsuchlweit. Hab' ich mich einmal verloren Ganz in meiner Brüder Dienst, Läßt der Neid mich ungeschoren. Und di« That bleibt mir Gewinnst. Wie man selber -ch entzücke, Hab' ich fleißig nachgrdacht, v'rauf die Antwort ward: — Beglücke Menschen, Mensch! durch eig'ae Macht. Lief in Abgrund stürzt Vergehen, Eigenliebe, Ehrbegier, Al- Harpyen fl« umwehen Dich im Dunkeln für und für. Fahr» wohl denn, eitler Schächer, Theurem Kauf Drin Leben gilt, Seelrnangst ist ja der Rächer Der Begierde, nie gestillt. Doch du Leben der Entsagung, Einfalt, Armuth, Dnn>>th — s»K— Sind die Opfer der Ertragung, Leiten Dich zum Parodie-; Zu dem himmlischen Gefühle Deiner pflichtgerechten That, Di« im zeitlichen Gewühl« Dennoch reift «lgvld'n« Saat. - D'rum an Pflichten und Verzichten Halte, wie am Menschenglauben, Willst Du nicht Dein Selbst vernichten, Mußt Du Andern e» nicht rauben! — I. Rosenfeld. Wie kann und soll der Lehrer die Religiosität im Volke befördern? ES bleibt eine ewige Wahrheit, daß der Sinn für Religion: für Glaube und Tugend, eigentlich diejenige Eigenschaft ist, die den Menschen als solchen charakterisirt, und ihm seinen wahren Werth verleihet. Sie ist es, die den armen über den reichen Erdenbürger, den Bettler über den Fürsten erhebt. Da nun die menschliche Gesellschaft ein Verein ist, in welchem alle Glieder in ihrem Streben nach dem großen Ziele der Vollendung sich gegenseitig unterstützen sollen, so ist es eigentlich die Pflicht jedes Menschen, insoweit es seine Verhältnisse erlauben, ein Beförderer der Religion unter seinen Mitbrüdern zu werden (3. B- M. IS, 19). Allein die Wenigsten haben eine solche Stel, lung in der Gesellschaft, die ihnen gönnet, dieser großen Pflicht zu genügen; es muß daher gewisse Stände geben, deren einziger Beruf es ist, durch Wort und That die Religiosität im Volke zu befördern, zu welchen nun namentlich auch der Lehrer gerechnet wird. Sein Beruf ist eS vorzüglich, Religion zu lehren und zu verbreiten. Er ist eS, aus den nick^ nur seine Schüler, sondern auch alle Glieder f-"" Gemeinde Hinschauen, und seine Denk- und ^ndels-

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