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Das Füllhorn · 1836-03-04 · 10 (4.3.1836) · p. Spalte 73-74

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
10 (4.3.1836)
Date
1836-03-04
Page
Spalte 73-74 (sequence 1)
Language
German
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Das Füllhorn. ' /- '_, Gin Leitblatt» zunächst für und i. r Israeliten. IVro. 10. Bamberg, Freitag 4. März 1836. - Don Güte sing' ich, von gerechtem Wandel; Dir weihe ich, Ewiger! mein Saitenspiel. David. David's Saitenspiel. E« tönten David'« Harfrnklänge So Nar und hell »um Himmelsthor, E« fordern seine süßen Sänge Erhörung stetvor Gotte« Ohr, Und heut' noch tönen seine Lieder In allen frommen Herr«» wieder. Doch dieser Tugend reine Blüthe. — Sie ist ein königlich Gefühl, — Reift nur im kindlichsten Srmüthe, Drum war sie Geist in David'« Spiel: Wer seine Demuth kann erringen, Mit seinem Zauber wirb er singen. Henriette Ottenheimer. So Viele jetzt die Harfen spielen. Doch «einer «eckt so süßen Laut; Hätt' David Einem doch der Dielen Sein Kunstgrheimniß anvertraut. Müßt' Einer" nur so Helle Saiten, Wie jene waren, »u bereiten! Die. oder halfen ihm die Geister, Weil er ein mächt'ger König war? Gebot der Töne großer Meister Auch unsichtbarer Engelschaar? Kann nur «in Mensch mit einer Krone So huldigen am höchsten Thron«? Doch nein,— und da« ist ja da« Schöne,— Nie dacht' er sich vor Sott ein König; E« sagen seine gold'nen Töne: Wir bin ich. Herr, vor vir so wenig! ' Er wußte, zu de« Höchsten Füßen Darf nm der Mensch d«n ,Gott begrüßen. Di« Demuth muß den Sänger weihen, Sie macht die Seele Gott verwandt, Wa« Krön' und Scepter nicht verleihen, Auch David in der Demuth fand; Srkenntniß nur der eig'nen Mängel Erhebt da« Lied rum Ton d«rr Engel. Ist für die Israeliten in Bayern eine oberste Kirchenbehörde nothwrndig, und welche Form wäre für sie die beste? Fortsetzung und Schluß.) Aber auch abgesehen von jener BvrauSsetzung, und den Fall zugegeben, daß alle geprüften und an, gestellten Rabbinen wählbar zu jenen Stellen seyen, sonach eine größere Auswahl möglich wäre, so bliebe denn doch immer der U ebelstand, daß man die heilig, sten Interessen den Händen so Weniger, von denen zwei die Mehrheit bilden, anvertrauen müßte, zu einer Zeit, in welcher die Ordnung so gestört, die Zer, fallenheit so groß ist, und die Ansprüche der einander gegenüber stehenden Parteien so schwer zu befriedigen sind, und daher die Arbeiten eben so wichtig als schwie« rig sei« müssen. Wenn die Salomonischen Worte, daß Hülfe nur a«S derBerather Menge her, vorgehe, (Sp. 11,14; 24, 6) je Beherzigung verdienten, so ist es ganz vorzüglich hier der Fall, wo die Interessen so heilig und so wichtig, und die Ansichten und Anforderungen so verschieden sind. Eine Ober« kirchenbehörde aus vielen Mitgliedern bedürfen wir also in Bayern, wenn sie Achtung und Zutrauen ein-

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