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Das Füllhorn · 1836-01-15 · 3 (15.1.1836) · p. Spalte 17-18

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Journal
Das Füllhorn
Volume
II (1836)
Issue
3 (15.1.1836)
Date
1836-01-15
Page
Spalte 17-18 (sequence 1)
Language
German
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»GW>8lG> W'stI » >> h k Gin Leitblatt» zunächst für und über Israelitin. IVro. 3. Bamberg, Freitag 15. Januar „ 1836. Das Opfer, das Gott wohlgefällt, ist ein gebrochener Sinn; Ein gebeugtes und zerknirschtes Herz, o Gott! verschmähst du nicht. , David. Lied, nach Psalm 13V. 1. Aus des Herzens Tiefen stehen wir, Allgüt'ger Gott, zu Dir. In Deinen Hohen 1 Vernimm, Herr, unser Flehen! ' Erhör' unS, Gott!! 2. Willst Du streng auf unsre Sünden seh'n. Wer kann vor Dir besteh n? Der Mensch vom Staube, Er wird gar leicht zum Raube Der Sinnlichkeit. Z. Doch Du!, Gott der Gnade und der Huld, Vergibst so gern die Schuld Der Menschenkinder, Flieh » fie vom Pfad der Sünder S» Dir zurück. 4. Hoher Trost für unser Herz! — wir schau Doll Hoffnung und Vertrau'» Zu Dir in Reue, Und fleh'n: Du Gott der Treue, Vergib die Schuld! 5. O, vergib dir Schuld! — wir harren Dein! Wir harren mehr noch Dein, . Al« auf den Morgen Der Wachende in Sorgen. Wir harren Dein! 6. Israel, vertraue nur dem Herrn! Denn Gnade ist beim Herrn. Er wird dich retten Aus deiner Sünde Ketten. Vertrau' dem Herrn! S, Steinhard. Hillel und Simeon oder die Versuchung Gottes. (Parabel von vr. Krummacher). Der weise Hillel hatte einen Jünger, deß Name war Simeon, und Hillel fteuete sich der Anlagen des Jünglings und seines guten Verstandes. Aber bald vernahm er, daß Simeon der eignen Weisheit zu sehr verträue und des Gebetes sich gänzlich entschlage. Denn der Jüngling sprach in seinem Herzen: Wozu das Beten? Bedarf der Allwissende unseres Wortes, daß er helfe und gebe? So wär' er ein Menschenkind. Kann menschliches Bitten und Seufzen die Rathschlüsse des Ewigen ändern? Wird der Allgütige nicht von selbst uns das Gute und Nützliche gewähren? So waren des Jünglings Gedanken. Aber Hillel war bekümmert in seiner Seele, daß Simeon sich weiser dünkte, denn das göttliche Wort, und er setzte sich vvr, ihn zu belehren. Als nun Simeon eines Tages zu ihm' ging, saß Hillel in seinem Garten in dem Schatten der Palmen, sinnend und sein Haupt aus die Hand gelehnt. Da fragte Simeon und sprach: Meister, wem sinnest du nach?__._ Da erhob Hillel sein Haupt und redete in diesen Worten: Siehe! ich habe einen Freund, der lebt von dem Ertrag seines Erbes, das er bisher mit Sorgfalt bebauete, so daß cs ihm reichlich die Mühe belohnte. Aber jetzt hat er Pflug und Karst abgethan,

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