Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 52 (24.12.1835)
- Date
- 1835-12-24
- Page
- Spalte 429-430 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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mehrmals bezeugwehhe FOude^es mtzgewfähr-, te/ daß es mir Vorbehalten war, die Anwendung davon zu machen. Ich hoffe, daß sie allgemein werden wird, und wünsche es sehr. Ich gläubedaß dieim wohlverstandenen Interesse aller Völker sein würde, und dir Vernunft muß am Lade über die Borurtheile siegen, wie da-Wasser, das am Ende tropfenweise den härtesten Felsen durch? bohrt. Das sind wenigstens meine Wünsch« und meine Hoffnungen, aber ich kann mich nicht in das mischen, wain andern Staaten vorgeht, wenn nicht die französischen Jnterrffin, wie dies im Kanton Basellandschaft der Fall gewesen, dadurch verlezt werden. *) Ich gestehe, daß es mir sehr angrhm war, bei diesem Anlaß genau zu bestimmen, daß unter meiner Regierung alle Franzosen dieselben Rechte genießen, und alle denselben Schutz von Seite meiner Regierung erhalte». < Ich hoffe, daß meine Bemühungen nicht fruchtlos sein werden, und daß in der Sache, .»Kran Sie mir sprechen, dex Kanton von einer Entschließung zurückkommen wird, die unser« Traktaten mit der Schweiz eben so sehr, wie dem Triste .'des Jahrhundert-, worin wir leben, entgegen ist. Ich für meinen Theil preise mich glücklich, das Beispiel zu Ihrer völligen Emanzipation gegeben zu haben, und danke Ihnen für die Gerechtigkeit die Sie meinen Handlungen und meinen Absichten wiederfahren lassen. Ich bin durch Alles, was Sie mir ausgedrückt haben, sehr gerührt." (— Und wir sind durch Alles, was hier ein König sprach, gewiß nicht minder gerührt. Ls lebe Ludwig Philipp der weise und edle!) ») No» kffknllichti, Blättern find manch« »eneistt. da« Verfahren Frankreich« «n dieser Sach« t> missbilligen, und e« al« einen Eingriff in di« Ungelegen beiten e«. ne« souverainen Staate« zu tetrachten. S« märe die« -vr^Fall, wenn die franz. Negierung an Votetkandschast die Forderung stellte, de» S«raelitea aller Staa. ten die Niederlassung in ihre« Gebiete zu gestatten. Da Frankreich ader feine Forderung nnr ln stlbstcht auf die franj. Israeliten gellend pi machen sucht, und diese Geltendmachung auf seine Verträge grün, dat. s» kaon die« keinesmeg« «l« ei« «»^rechte Einmischung angesehen »erd««. D. St«d. '» V ') > 430 t X. .. s'.» -; H.. Tlel^lh Ursashen^^leicht Wirkungen. Selten geschieht es, daß ein Katholik zur protestantischen, oder Ha Protestant zur katholischen ReligiM Übertritt. Wenn rin solcher Uebrrtritt geschiehet, so kann man schließen, daß es dem lieber, tretenden um die neue Religion, die er annimmt, Ämst sei; dran .was syllte ih» außerdem bewegen, stlne angeerbtt Religiön zu verlassen, da er doch allenthalben in derselben die politischen ^Rechte der andern theilet? — Häufiger trifft man t«i» . Uebrrtritt der Juden za andern Konfessionen an. Mr sprechen hier nicht von den Uebertritten, die Hl dm Heiten der gräuelvollen Dummgläubigkeit durch gewaltsame Maaßregeln, vor welchen die Menschhektjurückschaudett,veranlaßt wurden, sou- Mn von den Uebertritten in der neuem Zeit, in her man besonnener, menschlicher uqd^weiser zn, denken gelernt hat. entsteht nun die Frage: läßt sich von diesen Uebertritten ein Schluß auf den geringem Werth der israelitischen Religion ziehen? Keineswegs antworteten.wir. Noch sind eS nichtanders, ajs die politischen Bedrängnisse, die so manchem Leichtsinnigen, der sein «Gewissen nach und nach bis zum höchsten JndiffetentiSmuS abgestumpft hat, zu solchem Schritte verleitet. So trifft man ungleich häufiger und in weit grösserer Masse den Uebrrtritt der Christen imosmanischen Reiche zur Mahomedanischen Religion an, um den Bedrückungen der Türken zu entgehen. In einem Aufsatze: „die lezten Unruhen in Bosnien", in der historisch politischen Zeitschrift von Kanke, Band r, Heft s, S. 23S, wird unrer andern in dieser Hinsicht gesagt: „die Albanesen, nachdem sie sich ziemlich lang gehalten, traten endlich massenweis über . . . Auch in Bulgarien sind ganze Stämme zum JSlam übergetreten. " In einer Note zu dieser Stelle am Schluffe des Aufsatzes heißt es: „Während de-17. Jahrhun. derts ging der Uebrrtritt der Christen zum Mahomedaaismus auf das Rascheste fort. ., Bizzi hatte 350,000 Katholiken in Albanien gerechnet; Don Marko Srisio findet ihre Anzahl nur Noch t 1