Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 51 (17.12.1835)
- Date
- 1835-12-17
- Page
- Spalte 427-428 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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große Reihe, «eiche »ha auf de« lezte« Hei«- gau-e begleitete, zeigte, wie viele Freunde er hatte. Sr war erst rs Jahre alt, und schon erleidet nicht allein die Humanität, sondern auch dieKunst in ihm einen Herden Berluft. Mögen seine jüngem Lollegen au seine» herrlichen Karakter ein Vorbild nehmen. (DidaSk.) Bayern. Sein e Majestät der König haben unterm 18. Juli l. I. deu Freiherrn Amschek und Karl von Rothschild in huldvoller Anerkennung der großen Verdienst,, welche sich dieselben um die Gründung der bayrischen < und Wechselbank und um die Forderung deS wichtigen und folgenreichen Lanalunternehmenerworben haben, und al- Beweiganj besonderen königlichen Wohlwollenden Titel königlich bayrischer HvfbankierS zu verleihen geruht. In Folge der mehrfach vernommenen Klage, daß die Rabdinkr so selten auf ihre Glaubensgenossen durch Kauzelverträge zu wirken suchen, ist durch Mmisterialreskript vom 31. August befob, len worden, di« in diesem Fall« befindlichen Rabbiner zur Vermehrung der Kaazelvotträge um so mehr zu veranlassen, alS gerade damündliche Wort vorzugsweise geeignet ist,Vorurtheile auSzurotten und jene durchgreifende Veredlung in re« ligiöser und moralischer Hiapcht zu erwirken, welche die uothweudige Vorbedingung *) jedepolitischen Zugeständnissebildet, und bilden muß. ' (Kor. v. u. f. D.) Literarische Notizen. Herr Salomon Pleßner in Berlin läßt seine — seit mehreren Jahren g chaltrne religiösen Vorträge im Druck.' erscheine». Wir können diese Vorträge, von denen unS fünf zu Gesichte kamen, den Freunden der Religion mit Recht empfehlen. Ein ernster Geist der Frömmigkeit und der ») E« wurde schon «st die Bemerkung gemacht, daß man in diesem Punkte leider faß immerhin Ursache und Wirkung z» verwechseln pflegt, und baß nur auf dem W«e« gesetzlicher politischer Freibeit wahre Beredlung zu erzielen sei. Nebst gesetzlich freier Bewegung i» Staate, ist Bürgerehre sicher einer der größten Hebel aller 'Bü rgert agenden. Wie sollte ater diese Bürgerehre neben so vielen Beschränkung«» und Zu» rücksetzungea bestehen könnenf D. Sied. Achtung gegen Schrift und Trädition läßt sich darin nicht »erkennen. ' Der erste Theil der hüdräischen Sprachschule voa den Herrn Professor«« ür. Riegler und 0r. Martin et- (Siehe Füllhorn Niw.18) hat bereitdie Presse verlassen. Lehrer der hebr. Sprache werden in dieser Sprachschule gewiß rm sehr angenehmeuadbrauchbaresHtlftmittelzum Zwecke de- Unterrichte-, und hier Manches, wafie:in andern Sprachlehren vergeblich suchen, finden. Einem so eben erhaltenen Prospekt«- zufolge, erscheint mit dem ersten Jan. 183« zu Straßbon in monatlichen Heften von 4 bi- S Bogen: Die Wiedergeburt. Eine Zeitschrift zur Beförderung religiöser Aufklärung und moralischer Bildung. Herau-gegeben von Simon Bloch, in Verbindung mit mehrern i-racl. Gelehrten,, Der Abon- «ement-prei-für da- Au-land, poststei, ist jährlüh 17 Fr. LS erscheint diese Zeitschrift in französischer und deutscher Sprache. Zur Tage-geschichte. Seine Majestät der König von Bayern haben untern s. April I. I. den Israeliten Gebrüder Mose- Samuel und J-rael Lauch- Heim er au- Schopfloch, K. Landgericht- Dinkel-bühl im Rezatkreise, ein GewerdS, Privilegium auf die voa ihnen erfundene Verbesserung de- Dergament-Papiers für den Zeitraum von sech- Jahrea zu ettheilea geruht. — Der verstorbene Herzog Franz von Anhalt- Dessau bewilligte zur Unterhaltung der jüdischen Gemeindeschule zu Dessau eine jährliche Unterstützung von 300 Rtblr. und 7S Malter Holz. Der jezt regierende Herzog vermehrte diese Unterstützung um SO Thlr. jährlich. Auf Vorschlag de- Ministerdes Innern bat Sr. Majestät der König der Franzosen durchOrdonnanz vom 10. November dem »Sraeilit. Komponisten. Hrn. Halevy, Verfasser der Oper „die Jüdin," da- Kreuz der Ehrenlegion verliehe'' Die Ausgleichung. Ungerechte Gesetze von Seite der Regierer erzeugen ungerechte Handlungen von Seite der Re« gierten, und gleichen sich emander au-, wie zuweilen ein Rechnung-fehler durch einen andern sich au-gleicht. R — d. Reblgirt von Rabbiner G. D. Roseafelb. — Verlegt von Fr. Walthr in Dlnkellbühl.