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Das Füllhorn · 1835-12-17 · 51 (17.12.1835) · p. Spalte 423-424

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
51 (17.12.1835)
Date
1835-12-17
Page
Spalte 423-424 (sequence 2)
Language
German
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M, > I I, -W-W-WW» Morn gelegt unter ba-H-uS J-Hkob'S; die al-' und.ßMt der Wntlü^ Schah Arringett werte Feindseligkeit cher'Kathohken gegen die Jude^den>Iuy die (ffejvanHit d«zA)eputirten wußte war noch nichtMrgesftn,Verschivötungsn wurden ^die geneigte Aufmerksamkeit der Minister diese« angesponneu zwischen den polnischen Adeligen und Hofezu gewinnen,, uisd Pie Sache ward in Er- Dornehmen, dem russischen General, den Gouvetwägung gezogen. neueren uud Oberintendanten, umdie Juden ihrer Freiheiten zu berauben, unter dem Borwand der großen Bortheile, welche dadurch dem Adel den Bornehmen und sogar der Krone selbst zuwachstn. würden. Bei che« erstes» Angriff wurden sie ihrer Brauereien, Brennereien, Zoll-und Gasthäuser u. s. w. beraubt, waeinen großen Theil ihrer Geschäft« au-machte; <ich selbst war unter denen, welche durch diese Neuerungen litten) Tausende von Familien wurden in Armuth* gestürztweil man ihnen ihr gewöhnliche- Geschäft genommen hatte; außerdem fanden noch andere Neuerungen Statt in Bezug auf Handel, Handwerke u. s. w. Aber der Sturm, den man auf ihre Genealogie ihre Sitten und ihr'gute- Gewissen unternahm, war ihnen schrecklicher als der frühere Angriff; eS wurde auch beschlossen, fortan weder da- Zrugniß eine- Juden, anzunehmen, noch einen solchen zum Eide bei irgend einem Gerichtshöfe zuzulaffen. WaS war da noch zu ermatten, als «ne allgemeine Vernichtung? Die Folge, war, daß. eine Provinzlalversammlung der Juden beider Departement« gehalten, eine Subskription eröffnet und eine verhältnißmässige Beisteuer zur Unterstützung de- Planes auferl-egt wurde; vier. Deputirte und zwei Sekretä- «. erwählten sie au-ihrer Mitte, um sie zurDerfechtüng ihrer Sache an den ObergerichtShofund das- Kabinet zu Pertersburg zu senden. Die Deputirten machten dem Hofe Vorlage und bewiesen, daß der größte Theil der Steuern, die Einkünfte von den Zollhäusern beider Departement«! hauptsächlich zvon dein ausgrbrr.iteten Handel der Juden im'Jn-und Auslande herrühtten, daß da- Einkommen der Gädte auch von den Brauereien u. s. w. käme, die in de» Händen der Bürger, und zwar größtentheilS der Juden sich befänden, dieß würde aber durch die Neueruna vernichtet Unmittelbar darauf ekgieng ein Befehl an den General-Gouverneur (damals Peter Bagdenowitsch Passiroff) uud an mehrere Ober« iopndanten, vpttdemHdst zq Pet,r-burg zu erscheinen, um über jene Neuerungen vollständige Erleuterung zu geben, die dagegen gemachten Linwürfe zu beanewotten, und die Gründe der Herabsetzung de-'moralischen'und bürgerlichen EHLxMr-btt^JUVen anzugeben. Da die Antwotten trocken und mager ausfielen, und zu den aufgeworfenen Fragen nicht passten, so that die gnädige Kaiserin dem General - Gouverneur ihre Willensmeinung in folgenden Worten kund: „Passikpff! ich stell« stein diesen Ländern an, meine Unterthanen zu schützen für dagemeine Beste und die Wohlfahrt meiner Bürgerzu wirken, aber keineswegs sie zu drücken oder inNoth zu bringen; ich will sie nicht behandeln, wie sie eS verdienten, denn ich ehre ihr Alter und die vielen DieNste, die sie in früherer Zeit geleistet; aber kehren sie um und legen die Säche^ei, daß nicht dieKlagenoderThränetimernerUnterthanenvormeinemThroners che inen." Es wurde hierauf die Erlaubniß zur schleunigen Abreise deS General-Gouverneurs und zweier von den Deputaten gegeben, und es fanden Vermittelungen Statt. Die zwei andern Keputirten blieb en noch am Hofe, um ihren Plan zu völliger Aufführung zu bringen und ein neuer Gnadenbrief würde den Juden in allen eroberten Länder» bewilligt, vermöge dessen sie einyerleibte Bürger sssü sollten gleich den Russen und Polen, und sowohl die öffentlichen Lasten undÄeuern mittragen, als auch alle Dottheile deS Staateohne Au-nahme mitgenießen; auch sollten sie ein« verhältnißmäßige

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