Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 41 (8.10.1835)
- Date
- 1835-10-08
- Page
- Spalte 341-342 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das B > n Füllhorn. Leitblatt »> zunächst für und 4^» Donnerstag, V über Israeliten.^ den 9. Oktober 1835. Gerechtigkeit^ — Wahrheit, — Friede. Lied am Versöhouugstage. (Melovler Wie schön leucht' uns der M»r-«nft«rn >k. Erwacht, ihr Kinder dieser Welt. Aus ihm, der euch umfangen hält. Erwacht aus euerm Schlafe! Werst »eir euch ab der Sünde Joch! Wem klirrt am Arm die Kette noch? Wer ist der feige Sklave? Gott hat selbst euch übergeben Lod und Leben, Menschenkinder! HLrt's» und bessert euch, ihr Sünder! Zerreißt der Sünde knechtisch Band, Und ringt euch los vom Erdentand, Die ihr von Jakob stammet! Es stiebe, was der Welt entsprießt» Don Dem allein, was ewig ist. Sei jedes Herz entflammet; Daß der Geist zum Daterlande, Frei der Bande» Aufwärts dringe Auf der Andacht heil'ger Schwinge. Ja, du, den preißt der Engel Eher, Heb' unfern Geist zu dir empor. Du Vater voll Erbarmen! Der du die Sünden gern verziehst. Der du uns strafst, weil du uns liebst, Dergieb, vergleb uns Armen Sieh die Trauer unsrer Seele Ob der Fehle! Gott der Gnaden, Straf' uns nicht nach unfern Thateu! — S. Stelnhard. Etwas über den Werth der Tonkunst *) „Die Musik oder Tonkunst hat großen Einfluß auf Bildung deS Menschen und Vermehrung der Sitten. Dieß erkennt nicht nur die neuere Pädagogik an, welche diese Kunst unter die Mittel der Jugendbildung zählt, sondern auch die Geschichte vom grauesten Alterthume an hat eS schon bestätigt. In Verbindung mit der Poesie, deren natürliche Schwester die Tonkunst von jeher gewesen, ist sie ohne Zweifel sogleich in der Kindheit deS Menschengeschlechtentstanden; denn schon Jubal erfand einige musikalische Instrumente, die dem dichterischen Gesänge zur Begleitung dienten. (1. Mos. 4, Sl.) Allmählig erhob sich diese Kunst aus dem roheren Zustande zu größerer Vollkommenheit; zum Beweise dient das älteste Stück der Dichtkunst, daS bis auf unsere Zeit gekommen, das herrliche Lied, welchenach dem Aus der Zeitschrift Sion.