Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 29 (16.7.1835)
- Date
- 1835-07-16
- Page
- Spalte 231-232 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4889117-4929677-4929750--146-4889243- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Sc ckestfiudet er, daß er sich in seiner Rechnung ber^.^ttp«a,. und.«ß man ihm einen falschen Wechsel ' «die Lw-keit gegeben. und soll eS jeder Tugend und jeder Vkst-M»on ergehen, die bloS deswegen ausge- ZLttt^vird, weil sie »n einem andern Leben gute Zahlung erwartet. Unsere, moralischen Pflichten binden UnS nicht kontraktmässig, sondern unbedingt. Tugenden, di« bloS gegen Assignativn tzn künftige Güter ausgeübt werde», taugen nichts. Die Tugend hat. innere Nothwendigkeit, auch wenn eS kein andere- Leben gebel Das Gedicht Ist also nicht gegen die wahre Tugend, sondern nur gegen die Art von Tugend gerichtet, welchemit dem Wellschöpfer einen Akkord schließt, und gute Handlungen auf Interessen aüsleihet, und diese intttrssirre Tugend verdient mit Recht jene strenge Abfertigung de- Genius." »1 Wer erinnert sich hier nicht der Ct'lle in Aboth» Abschnitt 1, Mtschna Z. und d«S'Schicksals, welches »»«selbe hatte l . , L. Red. Das lange und kurze Gebet. . (Aus dem Latumd i) ' - : ü') ' -» Gesetzliche-. In Folgt eines höchsten ResktlpöS'yüitt 24. Mai d/'I: wurde den k. bayr?'Uütetgerichten eröffnet, daß Kaufverträge voaiAlVen,. welche in einer, andern Gemeinde?a-sW sind, M da, wo sie Häuser kaufen wollen, nur - e i tl t che Aufenthalts Bewilligung.haben, die gerichtliche Protokollirung und Derdriefung zuversagcn ist, Frische-Wasser gegen Würm-rr. - Die meisten Kinder leiden an Würmern, und in her Apotheke hat mau allerlei schöne Mitteschen gegen dieselben; nur schadej^Daß sie Nicht immer helfen, oft auch a1S'Abführuagsm,ttel die Würmer zwar abtreiben, das. Uibej zugleich aber ' verschlimmern, indem die VexdauungSwerkzeuge durch sie geschwächt werden. Aus Erfahrung kann ich dagegen empfehlen: Maulaffe daSKinv Früh nüchtern -ein halbes Bicrglas,voll frisches Wasser trinken. Die Kinder gewöhnen sich seicht daran, weil Wasser nicht^so widerlich «st, als Arznei, und manerreicht den doppelten! Zweck, daß sowohl dir Würmer abgehen, alS auch die Verdauungswerkzeüae gestärkt werden. Oertel hat mehrere Bei'ft>lelt nachgewiesen, daß selbst der Bandwurm durch dieseeinfache Mittel abgetrieben worden ist. - . > . , ' -Sch.ede. Ein Schüler, betete einst in Gegenwart deS Rabbi Lliser und seiner Süler ein sehr lange andauernde« Gebet. „Rabbi ft/ sprachen die Schüler, ,^vi« sehr lange betet doch dieser!" „Laßt ihn," antwortete der Rabbi, „betet, er etwa sänler, als Mo'slS, der große Lehrer,'der vou-fich selbst sagte: Ich warf mich nieder vor dem Ewigen vierzig Tage und vierzig Nächte . . und stehle? " (5. Mos. s. sr». 2«.) Zu einer andern Zeit verrichtete rin anderer Schüler dieses Rabbi ein sehr kurze- Gebet. Die Mitschüler haben ihr Befremden darüber zu erkennen. „Wie kurz ist da- Gebet diese- Menschen!" sagten sie berwündernd zu ihrem Rabbi. Der Rabbi aber entgegoete: „Ist dessen Gebet etwa kürzer, alS daunsergroßen Lehrers M o- .s«S, der, als seine Schwester^Miriam-vom Aussatze befallen war, betete: O Gott, Heike sie doch!^, (4? Mos. l2, 43.) - -i I Der betrogene Teufel. Die Araber hatten Ihr Feld bestellt» Da kam.der reufel herbei in,Eil; Er sprach: Mir gekört die halbe Welt, Ich will auch von Euerer Ernte mein Lheil. Die Araber aber find Fuchse von Haus, Sie sprachen: di« untere Htiste sei dein. Der Leusel n>8l allzeit oben-hinau«; Wein,, sprach er, es soll die obere sein. Da bauten sie Mühen in einem Strich; Und als es nun an die Theilung ging, Die Araber Uahnien doe Wurzel« für sich,- Der Leusel dto,-elb^n Mütter empstog. 4lnd als es wiederumitzlng >NS Kithr, Da sprach der Teufet im bellen Zorn: Nun will tch die untere Hülste'fürwadr. La bauten die Araber Welz und Korn. 'n >1 sink als es wieder zur LseilÄig'tanr? Die LrabbriiahmeLrrnrAehvmsch'littt - Der Leusel di» leereuMtoppesn n-hiy. , Iliw heizte der'Hlslle Vfeii »Lmlt.' li , . ' ' Friebüch Rücke«. /. -S) „s Nrdtgirt von RaMner S."Ä. Ä0fe'«ffbN>.' — Verlegt von Fr. iWasthr,in DinkesSbühl,i V