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Das Füllhorn · 1835-07-09 · 28 (9.7.1835) · p. Spalte 219-220

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
28 (9.7.1835)
Date
1835-07-09
Page
Spalte 219-220 (sequence 2)
Language
German
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-SÄtliche- Getümmel/ und in der Wälder ^Kunkel, ward oft schon ein Heller Gedanke auSgeheckt. Sie sollen/ wie man Hirt, rin grundgelehrter/Mann und guter Predk- . gersein. Rad. DaS Gerücht übertreibt. Obers. Nicht immer. Man erkennt den Vogel an den Federn. Rad. Ich kenne hier noch wenig Leute, und habe vermuthlich die Ehre zu sprechen mit Obers. Oberjäger Nikolaus Harder aus Feldberg. / Rab. Ah — Sie sind der wackere Obers. Komplemente, Herr! verbitte ich mir» ich Haffe sie, wie die Erbsünde, biNMsiBap-, er von altem Schrote, schlicht und recht, und damit Basta! Rab. Solche Männer sind eben selten, und darum schätzbar. Obers. Danke; der Lobspruch, den Sie Hir geben, gebührt Ihnen. Sie sind als frommer, leutseliger Mann bei Ihren Glaubens bekennern angeschrieben und stehen hoch im Brette, -^R a b? DaS Gute üben.und firdern, heischt unser Beruf. Obers. Recht gedacht. Aber noch manch saueres Stück Arbeit steht Ihnen bei den Herren JSraeliten zu Feldberg, die iS der Bildung zurück sind, bevor. Rab. Der Weinberg deS Herrn/ den zu bearbeiten mir obliegt, soll unter meiner Hand nicht verwahrlost bleiben. Obers. Mohren weiß zu wascheg, und Schlingel zu rechtlichen Leuten umzüstempekn, bleibt Ihnen Vorbehalten. Rab. Harte Ausdrücke, daran unser Ohr schon gewöhnt ist. Doch eS sei! durch gute Lehren und Ermahnungen/läßt sich mit göttlichem Beistände Versäumtes nachholen. Obers. Ihre Reden sind, wie ich höre, nicht minder erbaulich, alS anziehend, und ich bin von Herzen froh, daß emmal ein S40 aufgeklärter Mann hieher kam, mit dem sich ein gescheideS Wort sprechen läßt. Rab. An geselliger Unterhaltung wird eS hier . nicht fehlen. Obers. LS fehlt durchaus. Rab. Der Herr Pfarrer— Obers. Was früher ein munterer Mann, mit ' dem ich »ft zusammen kam, fängt aber jezt an, alt und grämlich zu werden, gehet wenig mehr auS, und wir sehen, außer der Kirche, selten einander. Rab. Und der Herr Lehrer — Obers. Ist wohl ein Mann von Geist, aber von solchem Geiste, der in. den Schenken _wohnt, und aus Krug und Glas dem Trinker in den Kopf steigt. Rab. ES ist dem guten Manne nicht zu verdenken, daß er seiner Kehle, die den Tag über jbeim Unterrschtgeben lechzet, zuweilen Erfrischungen zufließen läßt. Obers. Und so bin ich ganz allein, ohne Gesellschaft, habe sonst Niemand alS meinen ' treuen Knurr zur Seite, der jedoch still und lautlos neben mir einhergeht. Rab. Ich bedaurr, daß meine UNtrrhaltungsgabe Ihnen wenig Entschädigung anzubieten vermag. - Obers. Na, heiliger Mann, Sie dürfen unter keinem Vorwände Ihren Umgang mir entziehen, erwecken sollen Sie meinen Geist, der in Stumpfsinn ganz verfiel/ und öfters übsv Gelehrtes und Ungelehrtes mit mir plaudem. Rab. Wenn ich Zeit finde, mit Vergnügen. Obers. Kein wenn, mein Herr! Sie müssen einem alten Graubart zuliebe schon ein Ueber- - flüßigeS thuu, müssen sich manchmal ein Stündchen abmüssigen Md ihm schenken. Rab.^ Sie wollen durchaus, wohlan ich willige in Ihren Vorschkag.s Obers. Hand darauf, Herr Rabbi, da- Sie Wort halten. Topp, eingeschlagen! Ra, - dieser warme Händedruck soll unsere Ueber-

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