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Das Füllhorn · 1835-07-02 · 27 (2.7.1835) · p. Spalte 215-216

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
27 (2.7.1835)
Date
1835-07-02
Page
Spalte 215-216 (sequence 4)
Language
German
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SLS . jrdtG Man,, wenn,auch noch so schwierig«» A-tkd. Wer aber dem alj» nicht glauben , mag, der gehe nach Maikrich, zwei Stunden voll B<rn und sehe, p>i» der hochberühmte Herr » »on Sellenberg eine solche Idee verwirklicht v hat. Hier wird er eine Schule sehen, worin el- ^Hrnlose Kinder erzogen und zum Akerbau ange- - trieben werden. Hier wird er sich Überzüge», welch herrliche Werk; der Mensch errichten kann, wenn er nur einmal rechteylstlich will. Ich glaube eS sei nicht nöthig, über daangjghene Projekt jezt schon in das Detail einzllgehen. ES möge aber bemerkt werden, daß der Plan dazu, durch Hilfe mehrerer Männer, schon fertig ist, daß sich viele werche und würdige Männer, sowohl hier als in Frankreich, Juden und Christ», dafür interessiren, und mit Rath und Thar*zu Hilfe stehen.. Herr Fellenberg ^verspricht zum Gelingen , diese- Vorhaben-, waS von ihm abhängen mag, beizutragen. Basel. ' M.G. Dreifuß. . . Taubstümmenverein. b e rg) Die zahlreichen wohlthätigen Anstalten dahier wurden in der jüngsten Zeit mit einer neuen vermehrt, die de» Zweck hat, das Elend unglücklich geborner Menschen nach Kräften zu lindern. Angeregt durch die Vorlesungen, die der köuigl^ Regierung- - und Krei-schulrath, Herr vp. Grasser im hiesigen Schullehrer- Seminar über den Taubstummen-Unterricht hielt, und die dakllus erfolgten Proben seiner Leistungen, erhob sich hierdurch die Bemühungen edler Männer, eine mohleiitzerichtete Erziehung-r und Unterricht-anMt für Taubstumme, in welcher bereit- 10 Zöglinge Aufnahme fanden. ES hat sich hiezu, namentlich zur Bestreitung der Kosten, blonderfür Arme, ein Verein für den Obermaln» Kreis gebildet, dem stchMch mehrere JSraeltten von hier und BaWUH anschldßeN, waS von Seite des hochverehmchen MvrMndes würdige Anerkennung fand. Zu wün, When wäre, daß wohlhabende Israeliten. auch anderer Otteu dre senl Beispiele folgen, sich dem . - . SSlöblichen Vereine ansckließen und dagute gott- . gefällige Werk unterstützen mögen. Ordentliche Mitglieder zahlen jährlich zwei Gulden Beitrag, womit jedoch der freiwillaen Mildtkätigkeit keine Schranken gesezt sind. Die Redaktion de- Füllhornist erbötig zur Besorgung von Aufträge» in dieser Hinsicht._ Lächerlichkeiten. Im Jahre 1834 kam ein Büchelchen heraus, daden Titel führte: „B...... und seine Umgebungen. Ein Wegweiser für Fremde und Einheimische." Darin kommt S. 127. unter der Aufzählung, von Gewerben rc. vor: „8 Mische Handelsleute mit Läden." Wer also Lädsti zu kaufen oder verkaufen wünscht, hat sich an diese Handelsleute zu wende». Hätte der Verfasser doch lieber kürzer hingewrieben: Lädenhändler! Mich wenigsten-hat der Wegweiser nicht 'gut geführt: AIS ich emst nach einem jüdischen Handelsmann mjt Uden fragte wußte mir Niemand Bescheid -u geben. Endlich erführ ich,- daß der Verfasser eigentlich Mische Kaufleute im Sinne hatte; um dieser/Mbltü Benennung aber au-zuweichen, auf che Umschreibung gerathen sei; da wo vollkommen beruhigt. Doch hätte der» „jüdische VerkaufSleute" geschk wäre dem Uibei mit Tiner Sylbe gewesen. Noch schlimmer erging eS m«r, alich weiterhin in dem Büchelchen S. .138. die Stelle wahrnahm: ,,H. M.Spedition--u.Katrin iss io ns Händler// Ich dachte, Soedition und Kommission sei eine Waare, mit der Jemand Handel treibe. Ich ging au- Neugierde zu dem Händler und forderte für einige Groschen Spedition und Kommission. Der Mann lachte und sagte, daß er wohl Spediteur und Kommissionär sei, aber keine Waare führe, die so heiße. Ich sah mich hier abermals von meinem Wegweiser irre geführt und dachte, der Wegweiftr verdiene, daß man ihm den Weg weise. — Ich frage nun im Ernst, sind danicht Lächerlichkeiten, wenn man selbst der Sprache Gewalt anthut, um nur aeyäßig sein zu können? - O waS wird da- Jahr r«»4 zu dem Thorhttten de- Jahr- 18S4 sagen k! , s-tte« Lbebling.. Die du des Kinig« Huld durch seinen Liebling erlangr-.W SÜso des Ewigen Huld, wenn du die Menschen ersreoß» Ncdlgtrt von Rabbiner S. iS. Rosenfe^ü. — Verlegt vbn Fr. WalIhr in Dinkel^bühl. .

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