Mannheim
Compact Memory

Das Füllhorn · 1835-07-02 · 27 (2.7.1835) · p. Spalte 211-212

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
27 (2.7.1835)
Date
1835-07-02
Page
Spalte 211-212 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4889117-4929677-4929746--134-4889233
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

u scheiden s« nur vaeam, «ein Na«' eiast nicht verstirb«»" Iso, liebe« Weib, damit du t verkennest «ein Beginnen, Dir mit au« meinem Hause. Wa« Dir meist gefällt darinnen. „So gescheh' e«!" sprach die Treue. — Und fle sichren fort zu trinken, Di«, vom Weine trunken, Diele Fingen an in Schlaf zu sinken. Auch der Hau«h«rr. Schnell befahl da« Weib, al« sie ihn so sah liegen, Ihren Dienern, daß fl« sanft ln Ihre« Vater« Hau« ihn trügen. Lorten legt? fle dann selber In «in Bett die theure Bürde, Seite flch darneben, wartend» Daer bald erwache» würde. Lufgewachet. rief er, »ährend Er »erwundert um sich blickte: „Wae «st da«? wo bin ich? und wa« Ist'«, da« «ich hieher entrückte k" Sieh, da trat verschämt sie vor ihn. Sprechend: „zürne nicht darüber. Last ich that» »1« d« ,«ir selber Ja gehelste» haß, «ei. Lieber!" „Sprachst d» nicht i» mir, wa« mir in ' Leine» Han« zumeist gefiele, Sollt' ich nehmen wirf Nun hat e« L«ar-der Testbarkeiten viele »" „Doch du selbst gefielst am Beste» Mir vor allen andern Dingen» Darum liest, « Lieber, ich in Meine« Later« Hau« dich bringen." „Ach, du bist der grbstt« Schah mit! Wa« «an mkr auch «ichte bieteu, MScht' ich dich dafür nicht Kissen, Meiner Seel« Lust »nd Frieden!" Und da« Herz ward war« de« Wanne, Mit dem An»', in Thräuen gießend, -in, er au dem holdeu Veite, Sie in -in, Arme schließend» »S« . Fortan lebten, wie km Himmel, Sie beglücket und beglückend. — Wer rin treue« Weib gefunden. Dem ist nicht da« Leben drückend. — L. Stelnhard. Die Juden in Argau, BreiSgau und Elsaß.. ES ist wohl der Mühe wetth und dem menschenfreundlichen Streben würdig, die Juden in diesen Gegenden öffentlich zu erwähnen und ihnen also einen treuen Spiegel vorzuhalten, in welchem sie ihre Vorzüge und ihre Mängel beschauen können, damit sie jene zu erhalten und zu veredlen, diese zu verbessern suchen. Es sind diese Leute von der Natur nicht stiefmütterlich auSgestattet, sie haben frische- Aeußere, kräftigen Körperbau und einen gesunden Verstand mit religiösem Gemüth von ihr erhalten; wenn sie nicht durch Umstände in der Außenwelt verdorben worden. Aber der Sturm der Jahrhunderte hindurch gewüthet, und de« israelitischen Stamm zu zerschmettern drohte, ihn aber nur zu beugen vermochte, hat auch diese Aeste stark gebeugt. Der argauische Jude bepzt feine Intelligenz, die oft in Pfiffigkeiten auSartet, und ist religiösen GemüthS fast bis zur Schwärmerei. Er bewohnt schon seit vierthalb hundert Jahren die Gemeinde Lndingen und Len genau und ist noch immer alS Fremdling daselbst betrachtet. Die Regierung kümmerte sich früher wenig um ihn; seit einigen Jahren aber fängt sie an, .sich über ihn mehr zu interessiren.,1831 wurden daselbst neue Schulen eingeführt, die thrilweise schon viel Gutegeleistet haben. Wirklich ist-die Regierung daran, in Endlagen einen neuen Rabbiner zu wählen, und die Wahl diese- Rabbinen kann für die Gemeinde nicht gleichgültig fein. Wir trauen aber der menschenfreundlichen Absicht der Regierung zu, daß ihre Wahl auf einen frommen, aber auch zugleich gebildeten, den Bedürfnissen der Gemeinde entsprechenden Manne fallen werde.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.