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Das Füllhorn · 1835-06-25 · 26 (25.6.1835) · p. Spalte 207-208

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
26 (25.6.1835)
Date
1835-06-25
Page
Spalte 207-208 (sequence 4)
Language
German
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§»W»e«, nach. Erduldung große» Elendnun in Keiueü artig«r-Wohnungen ein jiemlich gemächjkche- LebenPchren. Die Regierung,von der siemg erhielten/ ist jedoch mit dieser! nicht sehr zufrieden. Die guten Leute/ mit dem Vorsätze zu arbeiten und daiüen, hieher gekommen waren/ fanden es »dem Beispiele der Franzosen bequemer und scher, klein« Wirthschaften einzurichten, Tizad an die vorüberziehenden Soldaten und Araver Erfrischungen und andere kleine Bedürfnisse zu verkaufen. Einige Kartoffel - und Rübenfelder, so wie viele kleine, ziemlich nachlässig bestellte Gemüsegärten sind fast die einzigen Spuren ihrer Handeardeit. (Allg. Ztg.) Literatur. Kritische Untersuchungen über die biblische Chronik. Ein Beitrag zur Einleitung ins alte Testament von F. C. Movers, Pfr. zu Berkum bei Bonn. Bonn 1834. Verlag von T. Habicht. Der Rezensent, Hr. Prof. Dullerö, sagt in den Jahrbüchern für Theologie (1835, iv. B. 1. H.) von diesem Werke, ,,daß dann die gründlichsten und tiefsten Untersuchungen und Forschungen über die biblische Chronik enthalten sind, wodurch sie ihrem eigentlichen und wahren Wesen nach beurtheilt und gewürdiaet werden. Mit seltener Gründlichkeit und Gelehrsamkeit prüft Hr. Movers, die einzelnen Bestandtheile der Chronik, sucht ihr Verhältniß zu andern theils bekannten, theils unbekannten Quellen aus neuern Gründen zu ermitteln und gehörig zu bestimmen, vertheidigt die Glaubwürdigkeit der chronistischen Nachrichten und bemüht sich, durch scharfsinnige Widerlegung der vielen meist grundlosen Einwürfe neuerer Kritiker, diesem Buche seinen ehrenvollen Platze in der Re,he biblischer Geschichtswerke wieder zu geben." a ch r i ch t e n. Der^. Landrabbiner Herr Felsenstein zu Birkenfkkd, reiste von da am 2«. Mai nach Hanau, seinem neuen Bestimmungsorte, ab, um da die überkommene Rabbinerstelle anzutreten. Herr Rabbinatö - Kandidat Stein, Verfasser der Stufengesänge, wurde von den Gemeinden Burgkundstadt und Altenkundstadt einstimmig zum Rabbiner erwählt, nachdem derselbe einige Predigten daselbst hielt, die ihm die Herzen Aller zuwandten. Da derselbe seine An¬ 226 stellungsprüfung bereits erstand, so unterliegt die Bestätigung von Seite der kömgl. Kreisrrgierung keinem Zweifel. GeisteSblüthen. Solange sich dir nicht Alles auf Gott bezieht, o lange ist dir dein Leben eigentlich tobt. Du hast- 'ein Zentrum, lauter Einzelheit, die sich in sich elbst Derzeit. Das Wesen der Sünde ist die Entfernung von Gott. Freier Wille des Menschen ist nur der, welcher nichts Anderewill, als was Gott will. /- Wer verzweifelt, hat Gott verloren. — Das Unglück, daö Gott die Seinen tragen beißt, ist Segen für sie und die Welt, und im Leiden mzzß unser Gebet sein, diesen Segen zu verdienen. — Mittel, Weinfässern den Schimmel zu nehmen. Ein Weinbesitzer auS der Gegend von TourS will die Erfahrung gemacht haben, daß Oliven- Oel das beste Mittel sei,, um alten Weinfässern den Schimmelgeruch, den sie bekommenzu nehmen. Man braucht die Fässer zu diesem Behuf« nur sorgfältig auszuwafchen, und dann, nachdem sie trocken geworden, 4 bis s Unzen Olivenöl hinein zu gießen. Selbst Wein, der einen üblen Geschmack annahm, kann, nach der Versicherung jenes Weinbesitzers, durch Zusatz von einigen Unzen reinem Olivenöl, wieder vollkommen hergestellt werden. Die erste Rührung. E^darter Mann, der manchen Anne» Ti« Thiere gewiesen ohn' Erbarmen. Der, ohne Rührung, fremde Roth Verlachte, niemal« Hülfe bot; Ward plötzlich einst vom Echlag getroffen, Und so erfüllt der Erben Hoffen. Sie sezten einen keichenstein Und gruben diese Worte ein: „Zum erstenmal in seinem Leben Ward er — gerührt und hat — gegeben." Intoleranz. Glaube mir, Freund, e< hat Jeder sein Häuflein de« Fehlen« zu tragen. Also Haffe mich nicht, well ich nicht denke, wie Du! Ein Ziel ist uns Allen gesteckt; nach diesem zu ringen. Laß uns streben; es ist: Edel zu handeln undgut! I. Klein. Rcdigirt von Rabbiner G. W. Rosenfeld. — Verlegt von Fr. Walthr in Dlnkelsbühl. Da flch mit diesem Blatte daö I. Semester schließt, so werden die Herrn Ab« bonnenten höflich ersucht, Ihre vermehrten Bestellungen recht bald zu machen.

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