Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 25 (18.6.1835)
- Date
- 1835-06-18
- Page
- Spalte 193-194 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Füll hör«. 1 >' V in Leitvlatt zunächst für und 25. DonnerStag, > - über Israeliten^'/' den IS. 2 u n Lj.LSSS^*"» - . - ii I, Gerechtigkeit. — Wahrheit, — Friede. e -*—' Morgenopfer.' Aon den Bergen wehet Morgensrische Und der Himmel wölbt sich blau und tief, Sieh'» ein Regen hat die Flur gesegnet, .. Während ich ln süßen Träumen schlief; Gold'ne Tropfen hängen am Gesträuche, Auf den Bäumen wiegt der Vögel Ehor Zwlschernd sich und fliegt von schwanken Zweige« Munter dann zum freien Raum empor. Laß auch mich, Dir, guter Vater! danken, Für die Wvhlthat, die Du uns gethan, Und mein Dank, er fliege gleich Gesänge Zu dem Himmel, Deinem Thron, hinan. Herr, Du läffest Deine Sonne scheinen, Gibst der Erd' die sanfte Frühlingkgluth, Wärme, Licht,^mdWachslhum und Gedeihen Allem, was im Schoos des Werdens ruht; Gibst uns feuchten Thau und milden Regen, Die das Feld befruchten und die Flur» Herr» Do gibst uns alles, was wir wünschen; Gott des Leten«, Schöpfer der Natur! Leine Himmel wölben sich hernieder. Deine Stern' und Mond sind klar und hell, Und er rollen Deine mächt'gen Donner,' Braust die Woge und ertönt die Well'. Und Dein Mensch, wie herrlich er -eschmükst Mit des Leiter Majestlät'scheic Pracht, -> - Wie von Schönheit, und von Reiz «mgertet, Und vom Adel seines Seist'« bewacht. O wie hast Du Deine Welt gerüstet, Deine Menschen, Gott, wie hoch beglückt Wie ein Vater an der Hand geleitet. Und mit Lust und Liebe sie entzückt; Warum klaget noch vermeßner Zweifel» Warum schwlrrt noch finstrer Unmuth ht». >.- Weil ich nur als Mensch uNd «licht als Etigek, " >. Weil ich nicht ol« Gott ^rschastei» btu f, , Weil ich nicht die großen Räthsel alle Dieses Lebens mir entziffern, kann, ' Weil im Dasein vieler Millionen — Nicht da« Dasein lächelt Jedermann? Rein, ich will nicht unvernünftig schweife« Utber meinen Horizont hinaus» I Will den kühnen Geist in Schranken halten , 1 Und entfliehen diesem Sturmgobraus, . Das nur toset und an Felsen schlaget. Und unbändig mir den Kampf beschwört, ^... Will gebieten diesem Innern Toben, Das für ewig wünschet und begehrt. Vater, hilf mir diese« Werk vollbringen. Laß mich gläubig Deine Thaten schau«»» i.1«! _ :Und mit Muth i« Räthsel diese« Leben« Deiner höhren Einsicht ganz vertrau'»! -r-> , J.Rosenseld. - ^!! ' > tl ' i ,'i