Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 23 (4.6.1835)
- Date
- 1835-06-04
- Page
- Spalte 179-180 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Venn auch nicht von Allen— S ü ss die Prüfte fallen, i Au« dem gelben Laub» .Sind d'rum alle Zweige» In dem Zrsssen Reiche— Immer leer und taub? .Ali?per Pilgerreise, >K)lbt'« im «eiten Kreise, d viele Sünder zwar: Doch nicht alle Brüder, Drückt da« Laster nieder. An den Hsllaltar; Und der Wahrhekt Flammen Strahlen rein zusammen, In so manches Herz, Nicht der Afteradel, Nur der. ohne Ta d ek. Wandelt hlmmelswärt« z Nicht die alten Sitten Schünden Jeraktten» Nicht ihr Zehngebot; Wer die Tuge » d übet. Dem sich niemal« trübet — Dort da« Mor-enroth; Auch so mancher Niedre, Ist doch stet« der Biedre Und der beffre Geist, Sei er Christ, und Lude, Rur da« wahre Gute— Hin zum Himmel weist; Lasst de« Schöpfers Werke, Und die Seelenstürke» . Frey uud ungedrückt. Wird auch unser Leben, Retn e Früchte geben. Denn die Tugend glückt. Doch herrscht Aberglaube, Wird nicht süß die Traube, Eie uur Mchlthau trifft, Und dem veleubaume. Rieselt audem Raume— Statt dem Oele— Gift! Frep sind wir geboren — Und zur Freud' «rkohren» Reicht doch her die Hand. Un« kann Lieb' umfassen, Hört nur auf zu hassen — Gebt uns Vaterland! E. K. Die vier Prüfungen der israelitischen ReligionSlehker. Di «^Prüfungen haben die israel. ReligionSlehrer ju bestehen. Hinsichtlich der Finalprüfung beim Austritte auS dem Schullehrer - Seminar und der später darauffolgenden AnstelluagSprüfung sind sie ganz den christlichen Schulkandidaten gleichgestellt» außer diesen zwei Prüfungen haben sie aber auch eine dfrit.et-die sogenannte Religiönslehrer - Prüfung — zu bestehen, und spielt ihnen baS Glück endlich eine Religion--- Lehrer-Stelle zu, dann haben sie erst eine vierte, und zwar die schwerste Prüfung vor sich, denn gewöhnlich sichert eine solche Stelle nur ein jährliches Einkommen vonrso fl., und mit 24z kr. täglich als Lehrer anständig zu leben und seinen BerufSpflichten gehörig nachzukommen ist wahrlich keine leichte Aufgabe. — Wünschen-werth dürfte eS sein, daß durch eine allerhöchste Verordnung die dritte Prüfung beseitiget, und. an deren Stelle künftig bei jeder Austritt- - Prüfung israel. Schulkandidaten auch «in sachverständiger Rabbiner mit zugezogen werde, der sogleich die erforderliche Prüfung in den Religionslehrgegenstäade» mit vornehme. Wozu eine besondere" Prüfung, die den armen Schulkandidaten einenabermaligenKostenaufwand verursacht? Zur Erleichterung der vierten Prüfung hingegen dürften nur die iSrael. Gemeinden etwas mehr Zutrauen zu ihren ReligionSlehrern haben und ihnen auch den Elementarunterricht mit übertragen. An vielen Orten könnte dieß geschehen, ohne daß die Gemeinden außer dem gesetzlichen Schulgelde weiter einen Aufwand zu machen hätten und selbst an solchen Orten, wo dasselbe nicht hinreicht den gesetzlichen Gehalt z« ergänzen, dürfte eine solche Maaßregel nicht unausführbar erscheinen, da, naiss' dem Abschiede für den Landrath des RezatkreiseS vom 3t.' Januar 1835, die Wohlthätigkeit der KreisschulfondS- Unterstützungen auch auf die israel. Elementarschulen sich erstrecken soll. *) Möchten ^>och die israel. Gemeinden solcher Religionsschulen erwägen, daß eine Verbesserung ihrer Schulstellen mehr da- Wohl der Schule (» De« lieht ss. zz. de» Sdlkt« ». 10. Juni 1S1Z ent, gegen, wonach die Juden nur al«dana eigene Schu« len errichten können, wenn den Lehrer« ei» Gehalt von wenigsten« 300 ft. — gesichert ist. So kann jen« höchst-«tilge Verfügung in dem erwöhntea Abschiede den israel. Schulen leider nur sehr selten z» Statten kommen. -- Die Red.