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Das Füllhorn · 1835-05-14 · 20 (14.5.1835) · p. Spalte 159-160

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
20 (14.5.1835)
Date
1835-05-14
Page
Spalte 159-160 (sequence 4)
Language
German
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's itz Merkwürhihes ist. Ich hoffe wenn mich gesund kaßt und ich glücklich nach Jerusalrn»7ßoN»me, daß ich dann reich genug bin, denn «ck Geld fehlt eß^Mir nicht, ich habeso viel, daß ich in Deutschland ruhig leben könnte. Verbleibe .*' > Simon Löblein, Schnhmachermelster beim Kriegsschaar der Fremd«, < der s. Batallion« io Bone to Afrika. *1 Die Mlttheilung interessanter Nachrichten aus fremden Ländern werken wir stet« mit Dank erkennen, und ihnen gern« Nnen Platz io diesem Blatte einräumen. - Die Red. Literatur. . „Gottesdienstliche Vorträge. Gehalten im israelitischen Bethause zu Wien im Monate Tischri 8594 von I. N. Mannheimer, Religionslehrer. Wien. Gedruckt und im Verlage bei Karl Gerold 1834 S. VI. 116." Obschon der Herr Vers, in seiner Vorrede wünscht, daß der etwaige Beuttheiler die Herausgabe einer damit angekündigten grißern Sammlung abwarte, so kann der Unterzeichnete doch im Voraus seine Freude nicht verbergen, über die einstweilige Erscheinung dieser „ankundigenden und vorbereitenden Predigten," die den Betheiligten die frohe Hoffnung gewähren, in Bälde den angekündigten „vollständigen Jahrgang anS Licht gefordert zu sehen. Denn was dürfen wir aus diesem Wenigen nicht alles Schöne erwarten? kür »neue dooew! Die Predigten des Herrn Mannheimer sind durchaus vortrefflich. Erbietet hier 5 (eigentlich -6) Predigten dar, die in Styl und innerem Gehalte nichts zu wünschen übrig-lassen. Popularität, ungeschminkte, natürliche Herzlichkeit, und vor Allem kluge Benützutigdes Stoffes geben ihnen einen unwiderstehlichen Reiz für den Leser (was doch ein sicherer Probirstein ihrer Güte ist, denn keine Lektüre langweilet mehr, als eine schlechte Predigt). Ausser der ersten (die eigentlich in 2 zerfällt) an den beiden Neujahrstagen, sind die übrigen (2 am Dersohnungstage und 2 am ersten und leiten Tage des Laubhüttenfestes) in einem Tour gehalten, und wir fühlen uns fast, beim nochmaligen Durchlescn derselben, veranlaßt, zu sagen, würde Lesung seinen weifen Nathan als Prediger dargesteut haben, er würde nur so gepredigt haben, so aus dem Herzen, so klug, so angemessen seiner Sache. Wir bedauern-es, daß Ncdigirt von Rabbiner S. W. Rosenfeld. — 160 die Tendenz dieses Blattes uns keine eigentlichen Auszüge gestattet, um das lesende Publikum damit zu erfreuen und es von der Wahrheit unserer Behauptung zu überzeugen. SS sei daher dasselbe aus dieselben aufmerksam gemacht, und wrr schließen mit dem Wunsche, daß nicht nur eme recht starke Sammlung Predigten von demselben Verf. erscheine, sondern daß dieselben auch recht viele Nachahmer finden möchten, und machen nur noch aufmerksam auf das, was vr. Jost (ein kompetenter Richter) von M. als Prediger sagt: (Allgem. Geschichte des israel. Volkes m 2. Bänden; 2 Bd. p. 551): .,J» Wien ward der Gemeindegottesdienst durch Mannheimer, den trefflichsten heutigen Redner der Juden, verbessert." Josef Klein. Talmudische Sprichwörter* Wie das Kameel, so die Last. (Man fordert von dem Menschen nach seinen Kräften.) — Zum Rastr spricht man: Kreise immerhin umher^ nähere dich aber dem Weinberge nicht. (Weiche der Versuchung zum Bösen aus.)— In einen Brunnen, aus welchem du je Wasser trankst, wirf keinen Stein. (Vergelte nicht Gutes mit Bösem.) — Wenn der FuchS, regiert, bücke dich vor ihm. (Versage keiner Obrigkeit die ihr gebührende Ächtung.) — Gehet der Wein hinein, so gehet das Geheimniß heraus. — Die Jugend ist eine Rosenkrone, das Alter eine Dornenkrone. — Bist du an einem fremden Orte, so richte dich nach seinen Sitten. — Dem Armen verfolgt die Armuth. — ») Düse und noch viele ankere Eprüchivörttr. rie im Talmud Vorkommen, scheinen babylonischen Ursprung ge« zu sein, da sie im chaldäischcr Sprache verabfaßt sind. Säß ich mit z« Gericht, Ich nähme die Bösen.. .in Himmel! Nicht« ist schmählicher, al« schuldig im Glücke zu sein. Saß ich mit zu Gericht, ich stieß« zur Hölle... die Guten; Nicht«ist seliger, alsgut und verachtet zu sein. Leopold Schefer. Verbesserungen. 2« Nro. 14. d. B. lese man in dem Aussage: Wahrheit und Glaub«, jedesmal die Inschrift derStirn e,statt kie Inschrist der Seite und kie Inschrift der Sterne. Verlegt von Fr. Walthr in Dinkeltbühl.

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