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Das Füllhorn · 1835-04-30 · 18 (30.4.1835) · p. Spalte 143-144

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
18 (30.4.1835)
Date
1835-04-30
Page
Spalte 143-144 (sequence 4)
Language
German
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143 144 »ivekgiren, in dem Lichtpunkte der Wahrheit und Weisheit werden sie sich endlich sammeln. Nur unter der Liebe erwärmenden Strahlen und des Friedenschürender Palme wird sich die traurige Disharmonie in beseeligendeHarmonie auflösen, und die Harte Saat eine sichere Ernte bringen. ES konute darum keine Gutheißung finden, daß der -Einsender der erwähnten baierischen Ministerial- Entschließung die Namen der darin genannten drei Rabbiner durch den Druck bekannt gemacht hatte, wodurch die gerechte, verdiente amtliche Rüge zur unbilligen, persönlichen Beleidigung umgestempelt, und Erbitterung geweckt, wo Versöhnung erzielt wurde. Die wachende und richtende Gerechtigkeit ziehe vor ihr Forum den sich Vergehenden und den Irrenden, um nach der Strenge des Gesetzejenen zu verurtheilen, diesen zurechtzuweisen, aber des weisen Mannes Wahlspruch sei und bleibe. Sieg der Wahrheit, und Schonung dem Irrenden. vr. Aub, Rabbiner. Literarische Notiz. Bamberg. Von den Herren Lyzeal-Professoren vr. G. Ries ler und vr. A. Martin et dahier erscheint im Laufe dieses Jahres: „Hebräische Sprachschule für Universitäten, Lyzeen, Gymnasien und israelitische Schulen in drer Abtheilungen." Der Zweck dieser Sprachschule soll sein, einem bis zezt noch nicht befriedigten Bedürfnisse zu der Erlernung der hebr. Sprache abzuhelfen, nämlich den Schüler »n davollkommene Verstandniß der hebräischen Sprache durch die Anweisung Mm regelrechten Gebrauche per Sprachgesetze bei dem Uebersetzen aus dem Deutschen ins Hebräische einzuführen, und ihn mit dem Geist« der hebräischen Sprache, wie er sich in dem Sprachschätze der heiligen Schrift erhalten, in den klassischen Werken der iteuern hebräischen Literatur fortaepflanzt, und mit dem Geiste unserer Zeit versöhnt hat, bekannt zu machen. — Wir. glauben mit Recht die Freunde und Lehrer der hebräischen Sprache auf dieses Werk aufmerksam machen und die Ueberzeugung der vorzüglichen Brauchbarkeit desselben im Voraus aussprechen zu dürfen. Rebigirt von Rabbiner V. W. Rosen selb. — Badischer Landtag. In dem vom Minister des Innern übergebenen Gesetzentwurf über die Verhaltniße der Volksschulen und Besserstellung der Lehrer wird auch den öffentlichen Schulen der Israeliten ihr Anthcil an den Wohlthaten des Gesetzes zugewiesen, jedoch nicht nach der Zahl der Schulen, sondern nach Verhältnis der Seelenzahl.— Für Gewerbtreibende. Der Central- Verwaltungs Ausschuß depolytechnische» Vereins für das Königreich Bayern vereint nunmehr mit dem von ihm bisher herausgegebenen Kunst-und Gewerbsblatte ein besondere- Beilagenblatt unter dem Titel: „Gemeinnützige Mittheilungen für Gewerbtreibende" Dieses Blatt wird kurze Darstellungen von »ortheilhaften Erfindungen und Entdeckungen, von Verbesserungen und nutzbaren Anwendungen - technischer Produkte und interessanter Bekanntmachungen für Gewerbtreibende enthalten. Von Seite der Königl. Regierung des ObermainkreiseS wurde im Kreis- Jntelligenzblatt dlro. 43 l. I. die Anschaffung Vieles Blattes unter andern auch den Gewerbtreibenden und Fabrikanden empfohlen. Das Blatt kostet jährlich 48 Kr. . . Geistesblüthen. Der Mensch muß zu innerer Ruhe gebildet Werdens Genügsamkeit mit seiner Lage und mit erreichbaren Genießungen, Duldung, Achtung und Glauben an die Liebe des Vaters bei jeder Hemmung, d. i. Bildung zur Menfchenweisheit. — Ohne innere Ruhe wallet der MensL auf wilden Wogen, Durst und Drang zu unmöglichen Fernen rauben ihm jeden Genuß des nähen, gegenwärtigen Segens, und jede Kraft des weisen, geduldigen und lenksamen Geistes. Wenn das Gefühl nicht mehr von innerer Ruche beseelt ist, so entnervet seine Kraft den Menschen in seinem Innersten, und plagt ihn mit finstern Qualen, in Tagen, in denen der heitere Weise lächelt. — , Beschäftigung ist Pas ^vortrefflichste Mittel gegen Langeweile und Laster. Die Natur hat sie unS zum Bedürfnis, die bürgerliche Gesellschaft zur Pflicht gemacht- und -die Gewohnheit verwandelt sie in ein Vergnügen. — Verlegt von Fr. Walthr in Dinkeltbühl.

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