Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 14 (2.4.1835)
- Date
- 1835-04-02
- Page
- Spalte 105-106 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I Dis Kikllß-ritM Bin L e i fD latt zunächst für und ^^6^» 14» Donnerstag, * >, 'L!- - > -L-.^ ' über Israeliten. den r. April 1335. Gerechtigkeit» — Wahrheit» — Friede. Der Name. Der Name sei euch das höchste Gut» » Ihr armen Söhne der Erde; Der heilsamer euch als Salböl thut, Daß Todestag Lebenstag werde! ») Es gehen die Lhiere hin wie fle kamen Durch breite Geschlechter ohn' Ziel und Namen — Des Menschen Name verkünde laut» Wahrheit und Glaube. Rabbinksch. Als der gütige Schöpfer der Welten die beiden großen Lichter und die Sterne erschaffen hatte, sezte er sie hin an die Ausdehnung des Himmels, um zu herrschen und zu leuchten am Tag und bei Nacht und zu sein als Zeichen für Zeiten und Tage und Jahre? Mit ihnen zugleich aber erschuf er zwei Wesen, bestimmt, voranzugehen dem Gange der Sonne dnd des Mondes, und deren Lauf zu verkünden den freudigen Schaaren der lebendigen Wesen. — Das eine aber, daS der Sonne voraneilte, war glanzvoll schimmernd, und sein Gewand war durchwirkt mit blizenden Rubinen und strahlenden Perlen; an seiner Seite aber stand, wie in weißem Feuer, die Schrift: Wahrheit. Das andere, dem Monde zum Vorboten gegeben, schritt daher, sanft und milde, goldver-, brümt das Gewand, und silbernglänzend der Mantel; würdevoll daherschreitend, zeigt eS in sanftem Lichte die Inschrift der Sterne, die da Glauke. — Und j-den Morgen, wenn idie Sonne bräutlich geschmükt auS ihrem Zelte tritt, spiegelt dar eine Wesen seine Inschrift: Wahrheit, in dem Herzen des edlen Menschen, der diese Schrift zu lesen versteht, und kündigt ihm an, daß auch er Wahrheit suchen solle beim Lichte der Sonne, daß sie seinem Auge ihre Strahlen leihe, zu durchforschen die Natur der Wesen, und zlb ergründen und zu erspähen den Grund der Dinge; er gebrauche weislich das Licht und lasse sich aber nicht blenden, damit er nicht falsch sehe. Und weitn am Abend der Mond und seine liebliche Sternenheerde am Himmel weidet, so koket die Inschrift des andern Wesesss die gläubigeSeele, daß sie tritt unter daS freie Himmelzelt, und Wie er sich ein Denkmal auf Erden gebaut: Ejr sterbe nicht namenlos. WieerkamauSderM utter Schoo ß. Leopold Stein, der jüd. Theol. Kant.- heißet: *) kiokel 7,1.