Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 11 (12.3.1835)
- Date
- 1835-03-12
- Page
- Spalte 81-82 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das F»l Bin Leit über Jsraeliten. — den 12. März 1335 zunächst für und n. Donnerstag, lh-r« blstt F» Gerechtigkeit. — Wahrheit, — Friede. d a .Esther oder 6 .Fest der Loo Eine lyrische Purtingabe von S. Etelnhard. Den der Phantasie geflügeltem Wagen Au« der Gegenwart engem Gesild Auf das weite Gefilde der Vorzeit getragen, Ucberschauet der Sänger enthüllt Da« Treiben und Wirken vergangener Zeiten, Die entschleiert und endlos sich au« vor ihm breiten. Und wie vom Zauberbanne gelusen, Tritt schnell an« dem Grabe hervor Don Denen die Gute«, die Böse« einst schufen, Ein bunt sich vermengender Ehor: Die Helden, die einst unsterblich sich starben, Und Herrscher, die liebend sich Liebe erwarben. Aedoch wie die Monne die himmlischen Herr, Der andern Gestirn überglänzt,. Senn herauf sie steigt au« dem bläulichen Meere, Das Haupt mit Rosen umkränzt; Wie der Nachtigall hell auffunkelnde Kläng« Beschämen der andern Dögel Gesänge: H« ragt au« der Dorwrlt bNnttn Gestalten, Die der Sänger herauf beschwor Durch seines Zaubers mächtiges Walten» Ein hohes Gebilde hervor. Ein Weib tst's, ein Engel in menschlicher Hülle, / Mit Anmuth "geschmükt und der Reize Fülle. -'Ein perlengestikt Diadem umfunkelt Ihr Haupt jn strahlendem Gold; Doch den Glanz der goldenen Krone verdunkelt Der Anmuth Krön«, die hold Ihre Schläfe mit funkelnden Sternen umziehet, Wie der Kranz der Planeten die Sonne umglühet. Wer bist du? — Wer bist du, du Holde, die Rose In dem blumigen Garten des Einst, Die du in dir jegliches Hohe und Große Don weiblicher Würde vereinst? — . Doch horch! — was klinget so leise, so linde» Wie äolische Saiten, durchzittert vom Winde? — Ein flötendes Klingen durchziehet die Haine Und hell, wie Krvstallglokenklang, Ertönet es: Esther mit funkelnder Reine» Wie Nachtigallengesang. Und: Esther ertönt'« in den grünen Gezweigen, - — Die freudig dem Klangs des Namens sich beugen. Da ergreift es den Sänger mit holden Gewalten, Und die flammende Himmelsgluth Der Begrifi'rung durchblizt ihn mit zaubrischem Walten Don der Töne wogender Fluth. Die sein Jnn'res durchwallt, wie von Flügeln, ßetragen, .. Treibt'« Ihn, in da« G»1» der Saiten zu schlagon. —