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Das Füllhorn · 1835-02-26 · 9 (26.2.1835) · p. Spalte 67-68

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
9 (26.2.1835)
Date
1835-02-26
Page
Spalte 67-68 (sequence 2)
Language
German
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«I übemindliche jkkäfte «ntgege^sezt, und bei allen Trübsalen den Gott anbetet, von dem diese Trüb- 'sale kommen; ihn noch'nach der Weise ihrerväter anbetet, die er mit Guten überschüttete. WaS dieser Gott zu dem Satan sagte, gler seinen Man«, Hiob, auf die Probe stellen wollte: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone seine- Leben-! eben dasprach er zu unsernFeindeu: meinDolksei in eurer Hand, doch schonet seine-Leben-! Da stnd di« Grenzen eure- Toben-; da ist da- Ufer, an welchem sich die Wellen eure- Stolzebrechen sollen! bihierher und nicht weiter! fahrt nur fort unzu plagen, machet den Bedrängnißen kein Ende; ihr werdet den Zweck nicht erreichen, 1>eu ihr sucht. Er hat ein Schonet gesprochen, und waer spricht, ist wahr. Umsonst werden BildadS und Zophar-, auunserem eigenen Geschlecht«, aufstehen, und an unserer guten Sache zweifetn, umsonst werden ununser« eigenen Weiber zurufen: Haltet ihr noch fest au eurer Frömmigkeit? Ja, segnet Gott und sterbt! Wir wollen ihm nicht segnen; denn endlich wird er doch in einem Wetter herabfahren, lmd unser Gefänglich wenden, und unzweifältig so viel geben, alS wir gehabt haben. *)-Ich will,.spricht Lesting, meinen Israeliten nicht weiter reden lassen; es sei nur eine Probe, wie leicht er die Trugschlüsse de- Lardan widerlegen könnte. Hiskia und Jesaia. (Live talmodtsch« Legende.) Hifkia, König in Juda, wurde krank. Ihn besucht« Iesaih der Prophet, und sprach zu ihm: Siehe, mein Köuig> du wirst sterben und nicht leben; du wirst hier d«S Todesterben, und dort nicht leben bei de» Seligen de- Jen- .ftitS. Warum verkündest du mir so Hatte-? -ragte Hiskia. ,M«it du nicht heirathetest und «cht Kinder zeugtest/" sprach d«r Prophet. Ich *) keßü,ss (Mt hier aus de» Äasgang der Seschschte -t»d« <m. L. R. «8 aber, erwiedette Hkskia, sah mikkelstideheiligen Geiste-, daß ich nur gottlose Kinder zeugen würde. — „Wakümmerst du dich um die Geheimnisse der Vorsehung?" entgegnete Jesaia, „wadeine Pflicht ist, hättest du thun und der heiligen Vorsehung eüberlassen sollen, waihr zu thun t beliebte." — So., gib mir denn deine Tochter, ' sprach der König, vielleicht bewirkt unser Beider Verdienst, daich gute Kinder bekomme. — „Nein," erwiedette Jesaia, „zu spät ist dein Entschluß; schon ist daverhäng««- deine- To- -deim Himmel beschlossen." So endige denn deine Prvphejeihung und gehe von hinnen, sprach der König; denn mir wurde «die Lehs« von meij nem Großvater David: „der Mensch verzweifle - uie und gebe nie die Hoffnung auf die Erbarmung Gotteauf; — er flehe pe an, wenn selbst dageschärfte Schwerd schon am Halse liegt." So wandte denn Hiskia sein Angesicht zur Wand, flehte and — fand Erhörung. _ R — d. Ein Wort zu seiner Zeit an die Rabbineu im Rheinkreise. (Schl«-.) Dem Schreiber diesestnd nur zwei Fälle denkbar, die die Rabbineu verhiudem können, diese heilige Pflicht der Jugendleitung durch streng« Aufsicht auf Lehrer und Unterricht zu vollziehen. Entweder sie find durch viele Beschäftigungen oder — durch zu wenigepädagogische- Wissen gehindert oder efehlt ihnen der gehöreg« Wille und di« Li«be zur Sache. Beide Fälle stad gleich tadelnSwetth und verwerflich. Im erstem Falle begreife ich nicht, wadekn die vielen und die wichtigem Geschäfte eine- Rabbinen sein können, als die Aufsicht und Leitung der Jugend, da gerade die Rabbinen diese Seite ihre- Amteam Meisten auffaffen sollten, weil sich hier selbst für sie der ersprießlichste Erfolg zeigen dürfte. Welche Beschäftigung edler, ersprießlicher und zugleich gotte-würdiger sein könne, sehe ich nicht ein. — Aber, mag mm» einwenden.' Nicht alle Rabbinen haben di« gehorchen, pädagogischen Kenntnisse hiezu. Freilich schlimm! Doch »nute auch bei wenigerrm Wissen, aber bei gutem ernstlichen Willen danachgeholt und durch praktische- Eingreifen Bitte« verbessert werden, vorzügliche Pflicht wäre ealso, zuerst dem Unter-

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