Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 7 (12.2.1835)
- Date
- 1835-02-12
- Page
- Spalte 55-56 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Für Gewerbtreibeudr. Dapolytechnische Journal (Stuttgart, I. G. Cottasche Buchhandlung) liefert im 2. Julius- Hefte 1881 1) die Beschreibung einer von Herrn Georg Farraw in London erfundenen Maschine zuyi Belegen der Spiegel, die mehrere Vortheile gewähren soll, S) einen Aufsaz über Herrn Rogers Maschine zum Schünden der Kamine. 3) Verbesserungen m dem Druke von Holzformeu, so wie dieselben zum Druke von Calico und andern Fabrikaten angewendet werden; 4) Anwendung der färbigcn Ochsenzunge (sncüusa tinctoria) in der Baumwollen -, Leinen -, Seiden- und Schafwollenfärberei. Für Buchbinder. In London geschieht das bei den Buchbindern übliche Schlagen der Bücher durch eine Papierschlagmaschine, was den Buchbindern eine große Erleichterung und Ersparnis gewährt. Sollte man in Deutschland, das so Vieles aus England bezieht, nicht auch diese Maschine sich zu verschaffen wissen? — M e r k a n t i 1 i s ch e s. (Hildd. 17. Jan.) Die Leipziger sind in Verzweiflung über ihre Neujahrsmeffe, sie sei schon das Leztemal schlecht gewesen, aber so schlecht noch nie, wie jczt. Selbst Brodysche Juden fehlten fast ganz, und wenn die Messe sofort abnehme, so werde es Deutschland erleben, daß die Neujahrsmesse ganz eingeye. Ehcmnih. (Sachsen.) Die Folgen der Zoll- Vereinigung zeigen sich nach und nach in unsrem Fabrikbezirke, wenn auch nicht auf ein« überrar. schenke Weise, vielleicht aber um desto nachhaltiger. Die Manufakturen sind voll beschäftigt, es fehlt nicht an Absaz dcrFabrikate, obgleich sich deren Preise wohl nicht erhöhet haben, s.o ist doch der Arbeitslohn, eine Folge vermehrter Nachfrage, im Allgemeinen gestiegen. Am meisten zeigt sich dies in der Strumpfmanufaktur, bei dem -Spinnereibetrieb und iu den Kattundruckereien. (Lcipz- Zeit.) _, Geistesblüthen. Fröhlichkeit erweitert unsere Natur, Traurigkrit verengt sie. — . . ... Die Menschen wollen mehr vergnügt als belehrt sein. Gebt ihnen ihre Puppen, ihre Ste- LS kenpserde, und ihr könnet alles mit ihnen beginnen. — Ein Augenblik Lust löscht eine lange Reihe von Kummer aas. — Es ist ein beneidenöwerthes Schiksal für Wahrheit zu dulden. Der Weise opfert ihr willig sein Leben, denn was ist für ihn, der ihren Werth fühlt, diese Spanne Zeit? — L i t er a t u r. Da« tn unserem Verlage ohnlängst erschienene unddurch alle Buchhandlungen Deutschlands zu beziehende Werk: Stunden der Andacht für Israeliten zur Beförderung religiösen Lebens und häuslicher Gottesverrhrung. Bearbeitet von S. W.- Rosenseld, Stadt-und Distrikts-Rabbiner in Bamberg. Ladenpreis für alle 4 Bände fl. 6. — wurde in mehreren, in öffentlichen ZeUblättern erschienenen Rezensionen als Äußerzweckdienlich anerkannt, und als ein Werk geschildert, La« gleich bildend und veredelnd aus Geist und Herz des Lesers elnwirkt. Denn nur dadurch, — so spricht sich eine Rezension über diese«-Werk au« — daß den Israeliten Bücher an die Hand gegeben werden« durch welche sie zu einer reineren Geistes - und LebenSanfthauung gebracht, durch geläuterte religiöse Wahrheiten erwärmt und erhoben werden, kann den Jrrthümcrn einer finstern Orthodoxie, die an so manchen Orten noch die Herzen unempfänglich für das Edle und Wahre macht, gesteuert und der Iiraetite auf die Bahn der Erkenntniß gebracht werben. Und gewiß war an solchen Schriften bisher ein fühlbarer Mangel; gewiß verbienstllch war die Herausgabe eines solchen Werkes t — In Erwägung dessen hat sich auch ein Königlich Bayer. Staatsministeriumdes Innern in einem Ministerial-Reskripte vom r4- November v. Je. allcrgnädlgst bewogen gesunden, das Unternehmen nicht nur als sehr verdienstvoll anzuerkenncn, sondern auch den Königl. Kreis- Regierungen des Lande« dm Auftrag zu ertheilen, diese Stunden der Andacht allen israelitischen Kultns-Gemeindrn bekannt und aus die Anschaffung dieses Werke« bescuders aufmerksam zu machen. Da nun nach einem früheren Ministerial-Reskripte die jütische Jugend an Sabbatb » und Feiertagen Religionsunterricht erhalten soll, und die« die Lehrer, an Orten, wo keine Rabbinen sich befinden, zu verrichten haben, solche sich aber »ft wegen Mangel an zweckdienlichen Schriften in Verlegenheit befindenx so würden diese Stunden der Andacht sich besonders dazu eignen, und wünschenswerth wäre es« wenn aus Gemeinbemitteln ein paar Exemplare von diesem Werke dazu angeschafft würden. Die segensreichen Früchte würden sich bald zeigen, und ein« Generation heranreifen sehen, deren Geist, frei von aller Finstrrniß, nur nach Licht und Wahrheit strebt. TtnkelSbühl« im Februar 1NZS. Fr. Walthr'sche Buchhandlung. Nediairl von <8^28. Rosenfeld, Stadt, und Distrikts- Rabbiner in Bamberg. — Verlegt Von Fr. Walthr'schen Buchhandlung tn Dinkelsbühl. ' ,