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Das Füllhorn · 1835-02-12 · 7 (12.2.1835) · p. Spalte 51-52

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
7 (12.2.1835)
Date
1835-02-12
Page
Spalte 51-52 (sequence 2)
Language
German
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v. K. km Ausland 1880 N. 178.: „Die Mangelhaftigkeit unserer geographischen Kenntnisse von den übrigen Welttheilen macht es schwierig, deren Bevölkerung gleichfalls nach den Religionen zu klassifiziren. Der größte Thcil des innern Afrika, wo noch keines Europäers Fuß hingekommen ist, weite Länderstreken im innern Asien, und die meisten Inseln der Südsee sind uns bis jezt so wenig bekannt, daß wir ebenfalls nur ihre geographische Ausdehnung nach der äußern Bcgränzung zu erkennen und zu berechnen, ihre Bevölkerung aber bloß nach einem willkührtichen Maßstabe von deren Dichtheit auf einem solchen Flächeninhalte muthmaßlich anzunehmen und von dem dortigen Rcligionswesen noch weniger zu sagen vermögen." — Fragen wir überhaupt: Läßt sich von der größer» oder geringem Anzahl der Be-' kcnner einer Religion auf den Werth oder Unwerth der leztern, oder auf ihre Wahrheit oder Unwahrheit schließen? So müssen wir antworten: Nein. Wäre ein solcher Schluß richtig, so müssen wir den heidnischen Religionen, die nqch allen Angaben die meisten Bekenner zählen, den Vorzug einräumen. Eben so schwierig wäre zwischen der römischkatholischen Kirche und der mahomedanischcn' Religion, welche leztere der erster» hinsichtlich ihrer Bekenncrzahl wenigstens gleichkömmt, (nach gewisser Angabe sie nur Li Millionen übersteigt) zu entscheiden. _ .sr...r. * » Die vier heiligen Städte. Burkh'ardt sagt in seinen 1>»velz in.8vri» von den vier heiligen Städten (Jerusalem, Schaffad, Hebron und Liberias): Der größte TheU der Juden, die in diesen heiligen Städten wohnen, verzichtet auf alle weltliche Geschäfte und bildet eine religiöse Gemeinde, die nur der Ausübung ihrer gottesdienstlichen Gebräuche lebt. Aus allen Theilen der Welt kommen fromme Juden nach den vier Städten, um hier ihr Leben beschließen, indem sie für ihre im weltlichen Treiben befangenen Brüder beten. Jede- Jahr senden sie drei oder vier Missionäre aus r einen an die afrikanische Küste von Damiette bis Moaodore, einen an die europäischen Küsten de- MittrlmeereS von Benedig bis nach Gibraltar; einen dritten in den Archipel, nach Konstantinopel und Kleinasien, und endlich einen vierten durch Syrien. Auch die Milde der Londoner und Amsterdamer Juden wird von Zeit zu Zeit angesprvchen; doch werden als die Freigebigsten die Juden zu Gibralter gerühmt, von denen allein jährlich 4 bis 5000 spanisch? Dolars eingehen sollen. Die polnischen Juden, die sich zu Liberias niedergelassen haben, senden regelmäßig ihre Sammler nach Böhmen und Polen, und die reichen jüdischen Kaufleute dieser Länder haben ihre Pensionäre im gelobten Lande, die sich durch regelmäßige Geldsendungen erhalten. — Die frommen Juden bringen den ganzen Tag in ber Schule oder Synagoge zu, wo sie das alte Testament and den Talmud recitiren; und mehrere von ihnen wissen beide Büchst vom Anfang bis zum Ende auswendig. ' Folgen der Emancipation. ' Don I780^is 1806 bestand Hie Bevölkerung Amsterdams ausChristen und 4'-, Juden. Die leztern waren von jedem anständigen Erwerb ausgeschlossen, und z der Verbrecher, wel- 7 che Amsterdam den Gerichten lieferte, waren Juden. Im 1.1806erhielten die Juden einetheilweise Erleichterung, und das Verhältniß der Verbrecher war* nur noch Im I. 1811 wurden sie in alle bürgerlichen Rechte eingesezt, und gegenwärtig ist unter zwanzig Verurtheilten nur Ein Jude. Es ist also nichtiger Vorwand, wenn, wie man so oft hört, behauptet wird', die Juden seien noch nicht reif zur Emanzipation. Emanzipirt sie —und sie sind reif. Die Bürgerehre ist eine der mächtigsten Anspornungen zu Bürgertugenden. Gebt den Israeliten die erftere und die leztern werden nicht, ausbleiben. Die Wirkungen werden in Deutschland wie in Holand dieselben sein, wenn da wie dort das einzig rechte Mittel angewendet wird. Das Bewegen beim Gebet. Man stritt darüber, woher bei den Israels r

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