Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 6 (5.2.1835)
- Date
- 1835-02-05
- Page
- Spalte 47-48 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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"47 bottiifft, so erlauben Sie mir, Ihnen zu versichern, daß ich mich für meine redlichen Bestrebungen zu Gunsten der Bekenner des mosaischen Glaubens mehr als hinreichend belohnt fühlt in dem Bewußtsein der Motivs von denen sie eingegebeu und durch die gütige und schmeichelhafte Nachsicht, womit sie anerkannt worden find.- Ich habe die Ehre re. Robert Grant." (Franks.Jour.) 48 j Nekrolog. Am 8. Jan. starb der sehr würdige DistriktslöwReckenl Ein großes Ereigniß erwartet die Juden in Asien und Afrika. Die Zeit ser da, sagen sie, wo nach der Verheißung der heiligen Schrift Jova sein Volk sammeln werde und ihm wiedergebe das Land, in dem ihre Väter gewohut haben. Mehemet Ali in Aegipten sei der Auserwählte, -er die Verworfenen Israels versammeln und die Zerstreuten Judah's von den vier Ecken de? Erde zusammenbringen solle. Bereithätten die Juden unter Ibrahims Verwaltung Religionsfreiheit in ihrem Lande, und eine allgemeine Wiederherstellung des jüdischen Landes fei zu hoffen. Selbst auS Marocco ziehen daher schon Schaaren von Juden nach dem Osten*), und diese Auswanderung konnte so wichtig werden, alS d«e bayerische nach Griechenland, und die allgemeine deutsche nach Amerika. (Fr. M.) Rabbiner Löw Re ckendorfer zu Burgkundstadt, im Obermainkreise deS Königreichs Bayern, in einem Alter von 82 Jahren. Derselbe war zu Reckendorf geboren, und begleitete früher die Vice-Rabbiner Stelle bei der bambergischen' . Landjudenschaft bis zur Auflösung dieser Korporation. Er war ein ausgezeichneter gescykundiger Talmudist, führte ein äußerst frommes Leben und ' ward von sedem Biedermanne, der ihn kannte, geachtet und geliebt. Seiner amtlichen Wirksamkeit stand der Geist der Zeit entgegen, und er konnte nur im Stillen über die Gebrechen einer jünger« Generation seufzen. — Friede GotteS umfahr seine Seele! — .f- (Morgen - Chronicle.) In einer neulichen des ' Versammlung der Wähler des Londoner Kirchsprengels Mary - le- Bone, welcher SjrS. Whalley und H. k. Bulwer beiwohnten, fragte Hr. Kaiser, israelitischer Religion, die Wahlkandidaten, ob sie die Emanzipation der Juden unterstützen würden. Beide antworteten bejahend. (A.Z.) . Hr. Karl v. Rothschild, neapolitanischerKonsul, gab zu Franks. a.M. am 12. Jan. zur Feier des GeburtStageS Sr. Maj. des Königs voll Neapel ein großes Fest, welches durch seine Pracht allgemeines Aufsehen erregte. (A.Z.) S) Dcr Gebrückte rind Gebeugte sucht Hiilfs, mo er sie zu finden hoffet, und auch der ^eringfie Schimmer vou Bcfirrung belebt seine Hoffnung. USenn.man übrigen« die Gräuel erwägt, welche die Araber, »ach den Zeitungsberichten. zu Ende Juli o. I. io Jerusalem ver« üblen, so muß es sehr natürlich scheinen wenn die Juten nach dem Schuhe eines OterbauvteS flch sehnen, das toleranlere und sreifinnigereNeMrungS-Mar- > tmen, als man dort gewöhnt ist, von sich blicke» läßt. D. Lied. Verschiedene Nachrichten. Die französische Regierung hat Aerzte nach Algier geschickt, weil es an solchen dort fehlt. (N. Sp. Z.) Der Geschäftsführer und Chemiker mehrerer Bleiweiß- und Farbenfabriken sucht alsbald oder künftiges Frühjahr eine paffende Anstellung. Auskunft g«bt Hr. N. Wolf, Spitalplatz Nr. 116S «n Nürnberg. - (A. Anz.) Es zirkuliren falsche preuß. Thal-r mit der Jahrzahl 1616 und dem Buchstaben M. In einer israelitischen Lederhandlung in einer Stadt im bayerischen Rheinkreise wird ein Lehrling gesucht. Auskunft gibt M. Mathias in Offenbach a. M. In einem Manufaktur- Geschäft en gras in Frankfurt a. M. wird ein israelitischer Lehrling gesucht, der sich selbst verköstigt. Man hat sich deshalb in fr. Briefen an die Redaktion des Franks. Journ. unter Nr. 117 zu wenden. ^Jn dieses Blatt werden auch Anzeigen jeder Art um den Preis von 3 kr. die gespaltete Pefitzeilc," ausgenommen, welche franco unmittelbar an die Verlagshandlung einzusenden sind. Ndblgirt von T. W. Rosenfeld. Stadt, und Distrikts- Rabbiner in Bamberg. — Verlegt von Fr. Walth r'schen Buchhandlung in DinkelSbüh ^_ t Anekdote. AlS ein Vater sah, daß sein Sohn Zähne be- . kam, sprach er traurig zu feiner Frau: Wovon >! soll ich Brod und Zugemüse für ihn hernehmen? 2 — Sie antwortete ihm: Gott» der die Zähne schaffet, wird auch Brod für unser Kind schaffen.