Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 5 (29.1.1835)
- Date
- 1835-01-29
- Page
- Spalte 33-34 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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l D-S W i n Fü lltzor n. Leitvlatt > zunächst für und A^—Donnerötag, über Israeliten. l den 29« Janunr 1335. Gerechtigkeit, — Wahrheit, — Friede. Schelling üt«r die jüdische Literatur, namentlich der Kavbale. „Ich weiß nicht," sagt der weltberühmte Philosoph v. Schelling in seiner Schrift: lieber die Gottheiten von Samothraie, „Ich weiß nicht, welche Meinung gerade in Lehrbüchern oder andern nach herrschenden Ansichten eingerichteten Schriften über die jüdische Philosophie oderKab- E bale angenommen ist; über so viel getraue ich l mir aunoch ziemlich oberflächlicher Bekanntschaft mit derselben zu beweisen, daß sie Trümmer^und Ueberbleibsel enthält, sehr entstellt, wenn man will, aber doch Ueberbleibsel jenes Ursystems, das der Schlüssel aller religiösen Systeme ist, H und daß die Juden nicht ganz unwahr reden, L wenn sie die Kabbale für Ueberlieferungen einer I Lehre ausgeben, die außer der in schlrstlichen Urkunden vorhandenen, geoffenbarten (eben darum offenbaren) als umfassendere- 'aber geheimes, nicht allgemein mitgetheiltes, noch mittheilbareS, K System vorhanden war. Sehr erwünscht muß 8 daher dem Kenner die eben von Wien kommende » Ankündigung eines hebräischrabbinischen Werk- > erscheinen, daalle Lehrmeinungen deS Ben I vch ai, Verfasser des eben so berühmten als wichtigen Werk- Sohar, aus den Quellen zu sammeln verspricht *). Möchte ein jüdischer oder anderer Gelehrter Unterstützung genug findest, den ganzen Sohar herauszugeben und auch andere *) Da« angekündigte Werk Ist bereits 1815 bei Georg . Holzinger in Wien unter dem Titel: Ben Jochai erschienen. Der Verfasser desselben ist der seh^ gelehrte Rabbi Moses Kumiz auüOfen^La« Werk zerfällt in zwei Thetle. In -dem^rirsienTheil wird von den Lehren und Aussprüchen des Rabbi Simön . Ben Jochai gehandelt, in soweit sie-ln den Büchern des Talmuds Vorkommen, und überall die Gültigkeit derselben nachgewiesen. Der zweite Theil befaßt sich namentllch mit dem Buche S o h a r; die Haupttendenz - geht dahin, da« Buch Sohar von ken Angriffen zu - retten, die ein Rabbiner der leztcrn, Zeit, Rabbi Jakob Emden, ans.dasselbe, vorzüglich ln Bezug auf seine Autbentizität, zu machen wagte. HM bewundernswürdiger Konsequenz und ungemeinem Aissivand von rabbiNischer Gelehrsamkeit führt der Verfasser seine Aufgabe durch. Eine kutze Biegrazchi, d-O Rqbti Simon Ben Jochai, gezogen -uS den» lglmud gehl der Abhandlung vor<»n. Das Werk U als eine Zierde der neuern hebräischen Literatur zn b»