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Das Füllhorn · 1835-01-22 · 4 (22.1.1835) · p. Spalte 31-32

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Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
4 (22.1.1835)
Date
1835-01-22
Page
Spalte 31-32 (sequence 4)
Language
German
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81 sr der Vorsehung, die nach ihren weisen — nnS zu hoch liegenden Planen Alles zur rechten Zeit und am rechten Orte hervortreten läßt, und gewöhnlich dczfch geringfügige Mittel. (Die Umwandlung, die mit Algier vorgieng, ist bekanntlich die Folge einer Beleidigung des Dep gegeu deu französischen Geschäftsträger.) Der Herr vr. merl Marc, wirklicher Leibarzt Sr. Majestät des Königs der Franzosen, ein Deutscher, isr. Konfession, hat von diesem Monarchen den Orden der Ehrenlegion erhalten. Der Freiherr Anton von Rothschild in London hat vom Kurfürsten von Hessen bas Ritterkreuz des Hausordcnö vom goldnen Löwen erhalten. In vortiegenter Schrift wirb chm gebührend begegnet. O des -srmcr und ewigen Hin - uns Herschauckcis Vcr Schriftsteller in Sache der Juten! Ta leyern ihre (HGner immer das alte Liedlein her, was Tausende vor ihnen gesungen, und die Juden und ihre Apologeten müssen dann auch wieder das Ihrige recitircn. Wer flngt nun am Schlechtesten? Sicher derjenige, der disharmonische-Üköne ergreift,!°cr seine Stimme nur dazu erhebt, um Haß uisd Zwietracht zu erregen, und die unglücklich Gebeugten einte rohen alten Zeit noch tiefer zu drücken und zu beugen, l M i s c e l l e n. An der Hochschule zu München studieren gegenwärtig 37 Israeliten. Zur Tagsgeschichte.-- (Würzburg, 27.) Dez.) Ar allen Zirkeln unterhält man sich heute von dem ruchlosen Vorhaben eines gewissen-Schauspielers, Namens Lange aus Glah in Schlesien, der cs unternahm, dem Leben des sehr ehreuwerlhen hiesigen Banalster Joel I. v. Hirsch nachzustellen (s.N.2). So groß übrigens die ungeheuchelte Entrüstung sämmtlichcr hiesiger Einwohner' bei der erste» Nachricht von diesem gräßlichen Vorhaben war, so groß war auch die aufrichtige TheUnahme derselben, als sie sicher warm, daß die Vorsehung einen. Mann unversehrt erhalten hat, der durch so viele Tugenden hervorstrahlt, der selbst alles aufbot, den Verruchten, der seinem Leben nachstrebte, gegen die Mißhandlungen seiner Dienerschaft zu schützen. Schon diesen Morgen ertheilten die ersten Notabilitäten der hiesigen Stadt) theils persönlich, theils schriftlich, dem Geretteten ihrk Gratulationen ab. (Franks. Journ.) - Lite r-L^t u r. Das Recht der-Juden gegen das Unrecht des Prof. Buchholz. 'Arm Oe. M. Freystadt. Königsberg (Paschke) 1834. 40 S. 8. Buchholz traf in seiner Monatsschrift für Deutschland als Vertbcitiger der bekannten Streckfußischen Schrift auf. Nach der lezten Zählung wohnen!in Berlin 4500 Israeliten. Auf dem Berge Moria, im südlichen Theile der Stadt Jerusalem, in welcher 8000 Juden wohnen, steht auf der Stelle des zerstörten heiligen Tempels der sogenannte Salomonstempel, dessen Erbauer unbe annt ist. Der mittlere Theil, wo das Allerheiligste war, ist in eine Moschee verwandelt worden. Im Jahre 1tz38 studirten auf der Hochschule zu Pest 252 Israeliten. Offiziellen Registern zufolge wanderten im Jahre 1832 mehr als 20,009 Israeliten von England nach Palästina aus. Vo« dem- Rabbiner, Herrn Oe. Abraham Geiger wurde eine wissenschaftliche jüdischtheologische Zeitschrift, die mit dem Beginn dieses Jahres in Heften von je 8 Bogen erscheinen soll, angekündigt. Von dem gelehrten Hrn. Redakteur, bekannt durch eine gekrönte Preisschrift, und seinen — in der Ankündigung genannten gelehrten Mitarbeitern läßtstch mit Sicherheit etwas Gediegenes und Vortreffliches erwarten. Die Aufgabe, die, sich die verehelichen Herausgeber, vermöge dek Ankündigung, vorgejezt, ist von wichtiger Bedeutung. Möge das Unternehmen recht viele Theilnahme finden! Von diesem Blatte erscheint jeden Donnerstag 1. Numer. Wöchentlich kann es durch jedes Ober- und Postamt um den halbjährigen Preis von fl. 1. 2l kr. ohne Speditionsgebühren, und vierteljährig in einem modernen Umschlag brosch. um den Preis von fl^ 1. — im Buchhandel bezogen werden. Da nur wenige über die bestellten Exempl. gedruckt wurden, so bittet man um schnelle - Bestellung. > Die Verlagshandlung. Nediairt von S. W. Rosenseld, Stadl, und.Distrikts'- Rabbiner in Bamberg. — Verlegt vo« Fr. Walth r'schLy Buchhandlung in DinkelS.bühl. — - sh""

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