Mannheim
Compact Memory

Das Füllhorn · 1835-01-15 · 3 (15.1.1835) · p. Spalte 23-24

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Füllhorn
Volume
I (1835)
Issue
3 (15.1.1835)
Date
1835-01-15
Page
Spalte 23-24 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/4889117-4929677-4929689--016-4889138
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

-s 24 (Abnmschung und Ankleidung des Leichnams), möglich begehen zu können. Beim Grabe selbst, wobei 2 Trauerreden adgehalten wurden^.vnn da—vor dem Einsenken des Sarges, wurden wieder ging es im feierlichen Zuge zum Todrenhause im sogenannten Badhofe, wo wieder eine Leichenrede gehalten wurde. Don hier aus trug man die Leiche bis zu dem Ihnen wohlbekannten Altschul« thore, und nun begann der Zug. . Voraus gingen die Schüler der 8. und 4. Hauptschulklasse unter Leitung eines Lehrers; dann sämmtliche Gymnasialschüler auf Aufforderung der Präfekten (Rektoren), dann das Lehrerpersonal im Schwarzen; Peter. Beer mit seiner Medaille, vr. Wessely (isr. Religionslehrer an den Gymnasien). Dann kam ein Aeltcster des Beerdigungsvereins als Konduktführer, hierauf der vierspännige Gallaleichenwagen, umgeben von 12 schwarzgekleideten Vereinsmitgliedcrn; ihm folgten mehrere Honoratioren, als: Gemeindevorsteher, Magistratsräthe, und andere Beamten; auch mehrere getaufte Juden begleiteten aus Achtung vor diesem Manne den Zug. Von Auswärtigen waren zugegen: der Kaurzimer (S. L.Kauders), Berauner (Lib Schlesinger), Rakonitzer (Jakob Maler), Leitmeritzer (0r. Z. Frankel) Kreisrabbiner, alle im Ornat; hierauf folgte ein Zug von 84 Wagen, womnter etliche und 30 sehr elegante eigene Equipagen. Der Zug durch die Stadt — über den Altstädter Ring — dauerte volle 2Stunden, und das ganze Leichenbegängniß von früh 8 bis Mittags 2 Uhr. Der Umstand, daß gerade Sonntag war, hätte die Sache etwas behindern können,-da an Feiertagen nach S Uhr kein Leichenzug mehr Statt finden darf; allein der Stadthauptmann befahl> daß man sich mit der Zeir durchaus nicht geniren solle, um das Leichenbegängniß so würdig, als 2 Leichenreden gehalten. — Bemerkenswerth' ist, daß bei einem Zulaufe von so vielen Tausenden christl. Zuschauer, die dieser sonntägliche Leichenzug herbeilockte, keine einzige Aeußerung eines Unfugs Statt fand, und Alles mit wahrer Erbauung davon spricht» — ' _ Um nun gar das Todtenregister voll zu machen, melde ich Ihnen, daß ich so eben erfahren, daß auch vr. Eidlitz, beeideter Landesadvokat dahier (ein Jude), das Zeitliche verlassen habe. -Mit der allgemeinen Judenangelegenheit soll eS gut stehen, es find bereits günstige Anzeigen da, z. B. soll der Magistrat einen Wischer wegen der Bedrückung der in der Lhristenstadt wohnenden Juden Kommen haben. Leopold Jerusalem (einer der bedeutendsten Fabrikanten) ist Mitdirektor (unter andern viele vom hohen Adel,) beim Verein zur Beförderung des Gewerbsfleißes iy Böhmen. — Mit dem Tempel *) aber geht es «hegen Mangel an Eifer und Geld schlecht. — In Pesth ist eine neue jüdischdeutsche Schule errichtet, wobei abermals 4 Präger, und seder mit 600 fl. C. M. engagirt find/ — Leben Sie wohl rc/ Das Grab Rahels. . Dasselbe befindet sich, wie im 1. B. Mos. 38, 1».; 48, 7. erzählt wird, in der Nähe von' Bethlehem. Es wird heute noch dem Wanderer gezeigt. Es befindet.sich dasselbe unter einem Gebäude, das an seinen Ecken Pfeiler hat, nud mit einer Kuppel versahen ist. ». t. «egen Errichtung eines Tempel» nach tem Wiener Verbilde. Ober- und Postamtum^den^Wbjährigcn Pttis^on^fl^I^ a rs durch jedes QL"' v""" - Die Verlagshandlung. «.»lnirt von S. W. Rosenfelb. Stadt', und Distrikts- Rabbiner in Bamberg. - Verlegt von «rbtPrt von Fr. Walth r'schen Buchhandlung in Dinkelsbühl.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.