Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 3 (15.1.1835)
- Date
- 1835-01-15
- Page
- Spalte 17-18 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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D a s F ü lltzs r n. WinLeitblstt zunächst für und 3. Don nerötaa, s ^üker Israeliten. den 15. Januar 1335. Gerechtigkeit, — Wahrheit, — Friede. Morgenopfer am Anfänge der Woche. (Nach WitschNl Manier.) Eine neue Woche bringt der Morgen, Der den Schlaf von meinen Augen nimmt/ ' Und ich schau' hinüber zu den Bargen, Ueber die das heit're Frühlicht glimmt. Ach, « Vater, Du bist ewig freundlich, Deine Schöpfung ist so schön und gut. Dank! dem Menschen, der kein Loblied singet, Wie dem Wurme gibst Du Lebenömuth. Rur da« Laster, da« am Boden kriechet, Athmet scheu und flieht de« Tages Schein, Nur der Mensch, s» auf dem Abweg wandelt. Ist nicht selig, und wird'« nimmer se»n. O so Viele find die eig'nen Mörder Ihrer Unschuld, ihrer Srelenruh',! Schwanken schon am Rande des Verderben«, Ach — und lächeln sorgenlos dazu! Die Verführung lauschet im Geheimen, - Und «lauert sich das Opfer bald. Flüstert schmeichelnd, bis ihr Sieges Jubel In der Wollust mattem Hauch verhallt. O so manche Gruft wird früh bereitet. Die den Jüngling bettet lief hinab. Die die Jungfrau in der Dlüth' verschlinget; Und nicht immer sühnt das junge Grab. — Seht die Schmerzen» die verirrte Kinder In den Frieden -ihrer Eltern streu'u.^ Hört die Klagen, di« nach vielen Jahren Stets mit dumpfer Wehmuth sich erneu'n. Ost beim matten Dämmerlicht de« Abend« Weinen Mütter kummervoll und leis'» Deinen ob der Hoffnung früh'rer Tage — Und die Thräne brennt im Auge heiß. Hilf, o Vater, daß die Tugend siege. Leih' uns Waffen gegen list'gen Feind» Schau hernieder aus die reu'ge Thräne, Die ein Auge tiefen Kummers weint. Laß uns nicht dem Bösen unterliegen, 'Gib dem Jüngling Stärke, wie dem Mann» Daß der Eine di« Versuchung fliehen, . Daß der Andere sie besiegen kann; Dass her Greis mit weißen EUberlocken Noch am Traum, der einstmals ihn beglückt, Sn der Lust, dl« einstens ihm gelächelt. Ohne Reu' und Vorwurf sich entzückt. Gib auch mir Zufriedenheit der Seele, Guter Vater, gib mir Lebensmuth Und Begeisterung für meine Pflichten, Die Verachtung wilder Sinnengluth. -< Alle Sünder, die nach Beffiung schmachten, Alle Menschen, die «ach Hülfe steh'n; Alle Schwache, die io Zweifeln bangen .'.k ir