Das Füllhorn
- Journal
- Das Füllhorn
- Volume
- I (1835)
- Issue
- 2 (8.1.1835)
- Date
- 1835-01-08
- Page
- Spalte 15-16 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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14 . der Gelehrsamkeit.-diede- Priesterthums und die de- König thumS. Eine vierte aber überwiest diese alle/ und diese ist: die Krone de-guten RuseS. - ' _ A — d. -- Der FuchS und die Fische. (Siabbinisch.) Zu einem Weisen, der ob seiner Tugend Die härteste Dersolgung dulden mußte. Sprach einst ein kluger, doch nicht weiser Manu: »Wie lange noch willst du dir selber schaden? Weißt du» was dir die Leut' am Wenigsteu Vergeben t daß du besser bist, als sie. Doch stell' dich ihnen gleich, sie lassen'« gelten.« Da sprach der Weise: »Wie? das räthst du mir? So laß denn «ine Fabel dir erzählen!« Ein Luch« spaziert' einst auf und ab An einem Fluß, und sah darin Der Fische Schaar herauf, hinab Unruhig flieh'n» und her und hin. Er sprach: »Was ist's daß ihr, ihr Lieben So «erdet hin und hK--etrieb«n?« »Wir fürchten, ach! uns vor den Rehen, Die feindlich uuL die^Me»scheu stellen. Nichts sparen sie, in unfern Wellen Uns immer in Gefahr zu sehen.« »Nichts weiter t O, da kann ich raihen!« Sprach schlau der Fuchs. »Kommt nur heraus Aus eurem weiten, nassen Hau«, Daß wir, wie uns'« Ahnen thaten. Fein brüderlich beisammen leben!« »Ei Füchslein, Füchslein!« also sprachen Die Fische, »sag' uns doch einmal, - Wer hat dir den Verstand gegeben? . Bist du'S, von dem die Menschen sagen, . Du seiest von der Thiere Zahl Der Klügste t O, ein Thor bist du! Wenn wir im Wasser, wo wir leben, Nicht haben Sicherheit und Ruh': Wie sollten, wir denn da nicht beben. Wo Alles uns den Tod muß.geben? —r S. Etelnhard. Zur TageSgeschichte. (Würzburg, 28. D-z.) Am 26. d. kam ein gewisser Schauspieler Lange aus Glatz in Schlesien zum Banquier J. I. ».Hirsch dahier, und . verlangte ihn allein zu sprechen. Als dieser seinem Wunsche entsprach, gab sich Lange als Sekretär deS Fürsten von Sonderhausen auS; er sei in Geldverlegenheit, und Hr. v. Hirsch möge ihm 100 Dukaten verabreichen, sonst sei er (».Hirsch) deS Todes. Hr. v. Hirsch aber packte entschlossen den Schurken, entwand ihm das Messer, daS er währenddem tzervorgebrachr hatte, und liest ihn durch seine hinzugekommene Dienerschaft festnehmen und der Polizei überliefern. Bei seiner Disttirung auf der Polizei bemächtigte, sich Lange eines oaliegenden Messer-, und suchte sich durch einen Schnitt in den «als zu tödten, wurde aber noch zeitig genug an der Ausführung verhindert. Ehe er das Haudes Hrn. v. Hirsch verließ, äusserte er noch: „Jett sei sein Anschlag zwar mißlungen, aber er wurde ihn noch auSführen, und sollte eS noch 10 Jahre währen." Schon am andern Tage würde die Sache dem Kgl. Kreisg und Stadtgerichte übergeben, und Lange in die Arohnfeste abgesührt. (Würzb. Ztg.) M erka u t i l i sch e S. (Stuttgart, 18. Dez.) Unserechießjährige Weihnachtsmesse ist von Verkäufern sehr besucht; so daß der Raum des Marktplatzes nicht zureichte. und auf dem benachbarten Dorotheenplatz noch Buden aufgeschlagen werden mußten. Die Zollvereinigung mit Preußen und Sachsen hat manche neue Verkäufer aus diesen Ländern herbeigeführt. Besonders sind viele preußische und bayrische Israeliten hier. Ob ste alle ihre Rechnung-finden werden, ist eine andere Frage. Von diesem Blatte erscheint jeden Donnerstag 1. Numer. Wöchentlich kann eS durch jede- Ober- und Postamt um den halbjährigen Preis von fl. 1. 21 kr. ohne SpeoitionSgebühren, und vierteljährig in einem modernen Umschlag drosch, um den Preis von fl. 1. — im Buchhandel bezogen werden. Da nur wenig« über die bestellten E/empl. gedruckt wurden, so bittet man um schnelle Bestellung. Die Verlag-Handlung. Bkdlgirt von S. W. Rosen selb, Stabt, und Distrikt---Rabbiner in Bamberg. — Verlegt vo« Fr. Dalthr'schen Buchhandlung in Dtnkel-bühl.